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Kommentar der Woche

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Kommentar: Mosley fehlt!

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Kommentar: Mosley fehlt!

von Michael Zeitler

Über die Unterschiede zwischen Max Mosley und Jean Todt ein Kommentar von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler.

| Paris (!NS!DE-RAC!NG) - Jetzt ist die F1-Szene wieder euphorisch: Die neuen Autos, die jetzt nach und nach präsentiert werden, steigern die Vorfreude auf die neue F1-Saison. Damit werden die Sorgen, die sich die Formel-1 derzeit machen sollte, erst einmal weggespült. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Es wird dieses Jahr politisch heiß her gehen. Gerade die neuen Turbomotoren werden noch weiter an der Kostenschraube drehen. Wie viele Teams die Saison 2014 überleben werden, wird sich erst im letzten Moment zeigen.

Derzeit laufen hinter den Kulissen zwar die Planungen einer Übernahme des HRT-Teams, so dass 2013 sogar zwölf Rennställe an den Start gehen könnten, aber sehr wahrscheinlich klappt das nicht. Dafür drängt die Zeit zu sehr. Und mehr noch: Mit Marussia, Caterham und Force India sollen angeblich (!) mehrere Rennteams ebenfalls in großen Schwierigkeiten stecken. Auch Lotus, Sauber und Williams müssen sich über die Finanzen zumindest regelmäßig Sorgen machen. Selbst McLaren geht es wohl finanziell nicht mehr so gut wie vor wenigen Jahren.

Eine Budgetdeckelung ist unausweichlich. Aber sie kommt nicht. Dabei hätte der Automobilweltverband FIA gerade alle Möglichkeiten eine solche einzuführen – genau so wie man es unter Präsident Max Mosley noch wollte. Der schlug für 2010 eine Budgetobergrenze von 45 Millionen US-Dollar vor – nur unter diesen Vorraussetzungen haben sich Teams wie Marussia und Caterham überhaupt erst eingeschrieben. Doch aus dem Sparen wurde nichts, das brachte und bringt einen Rennstall nach dem anderen in Schwierigkeiten.

Das bisher letzte Concorde Agreement, also die letzte F1-Verfassung, lief Ende 2012 aus. Auf ein Neues konnten sich die Beteiligten (Teams, F1-Vermarktung um Bernie Ecclestone und FIA) bisher nicht einigen – also ist die FIA de facto als Ausrichter der Chef. Und könnte im Alleingang Regeln nach eigenen Gutdünken durchboxen. Max Mosley hätte das getan, er war ein knallharter Politiker. Jean Todt, der zuletzt in der Formel-1 Rennleiter des großen Ferrari-Teams war, gilt eher als verweichlicht, handelt nicht, sondern agiert eher im Hintergrund. Das könnte dem Franzosen die 2013 anstehende Wiederwahl einbringen – aber es löst nicht die Probleme der Formel-1. Es fehlt ein starker Politiker für die Interessen der kleinen Teams. Ein solcher war Mosley. Er hätte diese derzeitige Verfassungslosigkeit gnadenlos ausgenutzt. Vielleicht wäre es dann nie so weit gekommen, dass es derzeit kein Concorde Agreement gibt, aber das dann wohl auch nicht zu ungunsten der kleinen Teams.

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