F1 Terminkalender

Zur Zeit sind keine Eintrge vorhanden!

Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Serie: Formel 1 - Die McLaren Weltmeister: 2. Emerson Fittipaldi

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel 1 - Die Mclaren Weltmeister: 2. Emerson Fittipaldi

von Michael Zeitler

 

Pünktlich zu Weihnachten geht unsere Serie der McLaren-Weltmeister in eine neue Runde. Im Portrait: Emerson Fittipaldi.

 

 

 

Interlagos (!NS!DE RAC!NG) - Die WM-Entscheidung 2008 brachte ja so die ein oder andere Ironie mit sich. Eine weitere ganz lustige Anekdote: Lewis Hamilton gewann in Brasilien gegen einen Brasilianer den WM-Titel, den ersten Titel für McLaren fuhr mit Emerson Fittipaldi aber ein Brasilianer heraus. Fittipaldi wurde als jüngster Weltmeister vor 3 Jahren von Fernando Alonso enterbt, dieser wiederum nun von Hamilton. Dazu passend sind Hamilton und Alonso Intimfeinde seit der Saison 2007, der bei McLaren Mercedes im Krieg der Sterne endete. Ganz klar: Der Motorsport schreibt manchmal einfach bessere Storys als die besten Seifenopern à la Gute Zeiten, schlechte Zeiten oder Lindenstraße.

 

Emerson Fittipaldi, das wurde nun schon verraten, ist also der erste Fahrer, der zusammen mit McLaren den WM-Titel gewinnen konnte. Die Voraussetzungen damals haben mit den heutigen nichts mehr gemeinsam. Die Formel-1 von 2008 hat mit der Formel-1 von 1974 nur noch wenig zu tun, das McLaren-Team von 2008 hat außer einer handvoll Mitarbeitern auch nichts mehr mit jenem von 1974 zu tun – und das liegt nicht nur daran, dass mit Ron Dennis nun ein ganz anderer Besitzer das McLaren-Team vom Garagenteam zum absoluten Topteam mit mehreren Zweigstellen umbastelte.

 

Emerson Fittipaldi hat das Saisonfinale in Brasilien genau verfolgt. Denn auch mit seinen 62 Jahren (er wurde am 12. Dezember 62 Jahre alt), ist Emmo, wie er oft genannt wird, noch tief im Motorsport verwurzelt. Als Besitzer des brasilianischen A1 GP Teams leitet er die Geschichte eines Rennstalls auf hohem Motorsportniveau. Doch erfolgreich sind die Brasilianer nicht: Mit Nelson Piquet jr., der mittlerweile bei Renault als Stammfahrer in der Formel-1 angelangt ist, startete Brasilien noch erfolgreich in die A1 GP Siege, mit den ersten beiden Siegen in Brands Hatch. Es waren die letzten Siege des Teams, die gleichzeitig am ersten A1-GP-Wochenende überhaupt erzielt werden konnten. Damals war auch noch Fußballstar Ronaldo (mit Brasilien 1994 und 2002 Fußballweltmeister) als Teambesitzer mit an Bord, aber nur für die erste Saison. Seither geht es mit dem Brasilien-Team aber stetig bergab. Fittipaldis Hoffnungen lagen auf der aktuellen Saison, die mit einem Auto absolviert wird, das auf den F1-Ferrari von 2004 beruht. Zuvor kamen Lola-Zytek-Renner zum Einsatz. Mit Felipe Guimarães konnte das Team nach den ersten 6 Rennen jedoch noch keine Punkte erzielen.

 

Das ging in den letzten Jahren schon besser: 2005/2006 wurde man immerhin Gesamt-6., es folgten noch ein 18. und ein 11. Rang in der Gesamtwertung. Neben Fittipaldi gibt es 2 weitere tragende Figuren im Team: Fernando Paiva ist Teamchef. Der Brasilianer bringt wie Fittipaldi bereits F1-Erfahrung mit: Von 1987 bis 1993 war er als Ingenieur bei Minardi beschäftigt, danach arbeitete er in der IndyCar-Serie. Teammanager ist Fernando Avallone, dessen Vater Carlos selbst jahrlang im Motorsport involviert war, als Rennfahrer, und später auch mit einem Team, das unter anderem bei Sportwagenrennen und F5000-Rennen auftauchte. Mittlerweile arbeitet Brasilien mit dem Argo Racing Cars Team zusammen, das in den 80er Jahren schon als Anglia Cars in sämtlichen F3- und Formel-Atlantik-Serien unterwegs war und von Jo Marquart und Nick Jordan gegründet wurde. Mit Argo arbeitet das Team um Fittipaldi bereits seit 2 Jahren zusammen, davor betreute das erfolgreiche französische F3-Team ASM Brasilien, danach das tschechische Charouz-Team von Antonin Charouz, das 2008 auch beim 24 Stundenrennen von Le Mans am Start war, in Zusammenarbeit mit Prodrive und Aston Martin. Brasilien beschäftigte schon zahlreiche namhafte Fahrer, wie den ehemaligen F1-Fahrer Christian Fittipaldi (Neffe von Emerson), oder die IndyCar-Stars Bruno Junqueira und Vitor Meira.

 

Rennen für brasilianisches A1 GP Team
1. Nelson Piquet jr.: 14 (2005/’06)
2. Sérgio Jimenez: 12 (2007/’08)
3. Bruno Junqueira: 10 (2006-’08)
4. Christian Fittipaldi: 8 (2005/’06)
5. Tuka Rocha: 8 (2005/’06)
6. Raphael Matos: 6 (2006/’07)
7. Felipe Guimarães: 6 (2008)
8. Alexander Negrão: 4 (2008)
9. Vitor Meira: 2 (2007)

 

Emerson Fittipaldi leitet mit dem brasilianischen A1 GP Team nicht zum ersten Mal einen Rennstall. Sein Bruder Wilson Fittipaldi gründete Mitte der 70er Jahre mit der brasilianischen Zuckerfirma Copersucar einen eigenen F1-Rennstall. Vor der Saison 1976 kündigte Emerson Fittipaldi seinen McLaren-Vertrag und tauschte damit seinen Top-McLaren-Ford gegen den eher schwachen Copersucar/Fittipaldi Ford. Natürlich verdiente er beim Bruder wesentlich mehr Kohle, Emerson wollte das Team aber mit nach vorne bringen. Der Traum eines brasilianischen Topteams war schon in den Anfängen der motorsportlichen Laufbahn ein Ziel, das beide aber nicht erreichen konnten. Emerson übernahm Ende der 70er Jahre die Rolle des Teamchefs, weil Wilson das Team verließ. In den 60er Jahren gaben die beiden Brüder bei Richard Divila den Bau von 28 Formel-Vee-Renner in Auftrag. Divila hatte quasi schon in jeder namhaften Formel-Serie seine Finger als Konstrukteur im Spiel – angefangen bei der südamerikanischen Formel-2, über die IndyCar, Formel-3, Formel-3000 und natürlich auch in der Formel-1. Von den 28 Fitti, wie die Boliden hießen, wurden 25 verkauft, mit den anderen 3 fuhren die beiden selbst, Emerson holte sich mit einem Fitti-VW 1967 sogar den Titel, mit 5 Siegen in 7 Rennen. Schließlich gründete Emerson Fittipaldi mit James Dingman (den Fittipaldi durch dessen Vater Michael Dingman kennen lernte, einem früheren Sportwagenfahrer) 2003 für ein Jahr das IndyCar-Team Fittipaldi Dingman Racing. Als Fahrer verpflichtete man Tiago Monteiro. Der Portugiese, der 2005 und 2006 in der Formel-1 für Jordan und Midland unterwegs war, besitzt seit November mit dem Ocean Racingteam ein eigenes GP2-Team und holte mit Platz 6 in Mexico City die beste Platzierung für Fittipaldi Dingman. Das Team von Fittipaldi und Dingman kooperierte mit dem Conquest-Team, das noch 2008 besitzt. 2004 wollte man das Engagement als 2-Mann-Team ausweiten, aber in eine 2. Saison gingen Fittipaldi und Dingman nicht mehr.

 

Wilson und Emerson Fittipaldi machten also viele Schritte gemeinsam im Motorsport. Die Fittipaldis sind eine reinste Motorsportdynastie. Angefangen hat alles mit dem Vater der beiden, Wilson Fittipaldi Senior. Er fuhr wie auch Emersons Mutter Juzy, die übrigens aus Russland kommt, Motorradrennen, war aber auch als Motorsportjournalist aktiv. 1952 wurde seine Karriere durch einen schweren Unfall mit einer seiner BMW-Rennmaschinen beendet. Er trat aber weiter als Promoter im brasilianischen Motorsport auf und gründete 1956 mit Eloy Gogliano, ebenfalls ein ehemaliger brasilianischer Motorradfahrer in São Paulo einen Ableger des berühmten Sportwagenrennens Mille Maglia, die Mil Milhas. Das Rennen existiert noch heute und ist Teil der Le-Mans-Serie. Am öftesten wurde das Rennen bislang vom Brasilianer Zeca Giaffone gewonnen (5 Mal), aber auch Fahrer wie Chico Landi, Abílio und Alcides Diniz (Vater/Onkel von Pedro Diniz), Wilson und Christian Fittipaldi, Nelson Piquet Senior und Junior, Johnny Cecotto, Raul Boesel, Ingo Hoffmann, Helio Castroneves oder Marc Gené trugen sich bereits in die Siegesliste des Mil Milhas ein.

 

3 Nachfahren von Wilson Fittipaldi sen. kamen in die Formel-1: Die beiden Söhne Wilson und Emerson, sowie Enkel Christian (Sohn von Wilson). Wilson Fittipaldi fuhr bei 35 F1-WM-Rennen mit, 1972 und 1973 mit gelegentlichen Punktplatzierungen für das Brabham-Team, ab 1975 mit seinem eigenen Rennstall. Christian Fittipaldi fuhr zwischen 1992 und 1994 bei 43 F1-Rennen für Minardi und Arrows, wäre 1995 fast bei Sauber gelandet, entschied sich aber für einen Wechsel in die IndyCar. In der IndyCar kommt Christian auf 135 Rennen und immerhin 2 Siege. Seine aktiven Jahre waren zwischen 1995 und 2002, für Walker Racing und Newman Haas. Für Andretti Green Racing fährt Christian Fittipaldi derzeit Sportwagen, war kurzzeitig aber auch in der A1 GP Serie aktiv.

 

Man könnte also nicht behaupten, dass sich Emerson Fittipaldi alleine durchschlagen musste. Mit seinem Vater übte er bereits früh das Motorradfahren, bestritt auch relativ bald erste Motorradrennen. In den 60er Jahren verzauberte Emerson Fittipaldi die brasilianische Nachwuchsszene im Motorrad-, Kart- und Bergrennsport. So wurde er 1965 Kartmeister von São Paulo und fuhr danach in der brasilianischen Formel-Vee, die, wie bereits erwähnt, 1967 mit einem Meister namens Fittipaldi endete.

 

1969 kam Emerson Fittipaldi nach Europa. Von nun an ging es mit seiner Karriere so flott voran, wie er selbst Autofahren konnte: Gleich im ersten Jahr gewann er 1969 die britische Formel-3-Meisterschaft, für die Jim Russel Racing Driver School in einem Lotus Ford. Fittipaldi, der erste von mittlerweile 11 Brasilianern, die in der Serie den Titel holten, ging sogar erst ab Mitte der Saison an den Start. Doch er war sofort mit von der Partie, in Brands Hatch fuhr er als 2. hinter Bev Bond (Brabham Ford) aufs Treppchen. Einen Lauf weiter in Mallory Park drehte er den Spieß um und gewann vor Bond. Den Rest der Rennen gewann Fittipaldi so gut wie alle! Das genügte um vor Alan Rollinson und Bev Bond den Titel zu gewinnen.

 

Alle F3-Siege von Emerson Fittipaldi
Mallory Park 1969: Emerson Fittipaldi vor Bev Bond (Dr. Joseph Ehrlich; Brabham Ford)
Brands Hatch 1969: Emerson Fittipaldi vor Roy Pike (Lotus; Lotus Ford)
Crystal Palace 1969: Emerson Fittipaldi vor Charles Lucas (Ben Moore; Titan Ford) außerhalb der Meisterschaft
Brands Hatch 1969: Emerson Fittipaldi vor Bev Bond (Lotus; Lotus Ford)
Mallory Park 1969: Emerson Fittipaldi vor David Walker (Jim Russell; Lotus Ford)
Brands Hatch 1969: Emerson Fittipaldi vor Bev Bond (Lotus; Lotus Ford)
Thruxton 1969: Emerson Fittipaldi vor Bev Bond (Lotus; Lotus Ford) außerhalb der Meisterschaft

 

Mit dem F3-Titel war Fittipaldi natürlich in Europa angekommen, auch wenn der etwas ungewöhnliche Name in einer Rennszene, die von Briten, Deutschen, Italiener und Franzosen bestimmt wurde, etwas für Belustigung sorgte. Fittipaldi konnte aber von seiner Heimat nicht so ganz Abstand nehmen, also machte er 1970 nochmal einen Abstecher nach Brasilien und gewann 3 Siegen aus 5 Rennen die brasilianische Formel-Ford. Den Titel gewann Fittipaldi so nebenbei, denn hauptsächlich fuhr er 1970 in der F2-EM, dem Sprungbrett zur Formel-1. Für Fittipaldi war das Sprungbrett besonders gut, denn noch im selben Jahr gab er sein F1-Debüt! Geholfen hat natürlich die Tatsache, dass er in der Formel-2 im Team Bardahl fuhr, das nichts anderes als ein Lotus-Ablegerteam war. Fittipaldi wurde hinter Meister Clay Regazzoni (Tecno Ford) und Derek Bell (Weatcroft Racing, Brabham Ford) Gesamt-3., gewann zwar kein Rennen, fuhr allerdings 3 Mal aufs Podest, erstmals in Barcelona als 3.

 

Lotus hievte Fittipaldi also bei ein paar F1-WM-Rennen 1970 bereits in die Formel-1. Dass es so rasch in die Formel-1 ging, hat sich nicht einmal Fittipaldi vorgestellt, auch wenn er es schon vor der Saison deutlich spürte: Mit seinem beeindruckenden F3-Gewinn hagelte es nämlich bereits die ersten Angebote: Williams bot Fittipaldi für 1970 ein F1-Stammcockpit an, doch der entschied sich durch die Lotus-Schule zu gehen, was belohnt wurde: Insgesamt bekam Fittipaldi 5 WM-Rennen, gleich beim 2. Anlauf, dem Großen Preis von Deutschland, erreichte Fittipaldi als 4. das Ziel und sicherte sich damit seine ersten WM-Zähler. Doch das alles war gegen den USA GP unspektakulär, denn dort gewann Fittipaldi bereits seinen ersten Grand Prix und verhinderte damit, dass die Lotus-Konkurrenz Punkte sammelte. Die Folge: Jochen Rindt, der beim Italien GP bei einem Unfall mit seinem Lotus Ford verstarb, wurde posthum F1-Weltmeister!

 

Aller spätestens jetzt war Fittipaldi ein Name, auf den die Teamchefs schauten. Für 1971 eröffneten sich für Emmo mehr Türen, als für kleine Kinder im Advent. Eine dieser Türen wäre ein Kontrakt mit Ferrari gewesen. Fittipaldi aber blieb bei Lotus, denn mehr und mehr wurde Fittipaldi der Fahrer, auf den Lotus nach dem Tod von Rindt setzte. Positiver Nebeneffekt: Bei Lotus konnte Fittipaldi auch anderen Rennserien nachgehen. Zum einen wollte Lotus Fittipaldi nochmal eine Saison in der Formel-2 sehen, obwohl er nicht mehr punktberechtigt war, zum anderen konnte Fittipaldi so nochmal in Brasilien die Rennszene aufmischen – mit dem Gewinn der brasilianischen Formel-2 1971 und 1972 – natürlich mit dem Lotus-Tochterteam Bardahl. Und auch bei Sportwagenrennen wie in Buenos Aires mit Carlos Reutemann tauchte Fittipaldi auf, dort speziell aber nicht mit Lotus, sondern mit einem Porsche.

 

Alle Formel-2-Siege von Fittipaldi
Europäische F2: Jarama 1971: Emerson Fittipaldi vor Dieter Quester (Eifelland; March BMW)
Europäische F2: Crystal Palace 1971: Emerson Fittipaldi vor Tim Schenken (Rondel; Brabham Ford)
Europäische F2: Albi 1971: Emerson Fittipaldi vor Carlos Reutemann (Autoclub Argentinien; Brabham Ford)
Brasilianische F2: Interlagos 1971: Emerson Fittipaldi vor Ronnie Peterson (March; March Ford)
Brasilianische F2: Interlagos 1971: Emerson Fittipaldi vor Carlos Reutemann (Autoclub Argentinien; Brabham Ford)
Europäische F2: Hockenheim 1972: Emerson Fittipaldi vor Jean-Pierre Jaussaud (ASCA; Brabham Ford)
Europäische F2: Rouen 1972: Emerson Fittipaldi vor Mika Hailwood (Surtees; Surtees Ford)
Europäische F2: Österreich 1972: Emerson Fittipaldi vor Mike Hailwood (Surtees; Surtees Ford)
Brasilianische F2: Interlagos 1972: Emerson Fittipaldi vor Tim Schenken (Rondel; Brabham Ford)

 

In der Formel-1 lief es für Fittipaldi 1971 zunächst nicht überragend. Zwar fuhr er wieder 3 Mal aufs Podium, aber der Lotus Ford 72C und auch das Nachfolgermodell 72D waren nicht gut genug, um regelmäßig ganz vorne mitzufahren. Der alte Bastler Colin Chapman, Lotus’ Konstrukteur und Teambesitzer, bastelte nämlich schon wieder an einem aufregendem Auto, den Lotus Pratt&Whitney 56B. In Zusammenarbeit mit der amerikanischen Luft- und Raumfahrtfirma Pratt&Whitney entstand ein Bolide, der mit einer Zweiwellen-Gasturbine angetrieben wurde, die fast 200 PS mehr leisten sollte, als die herkömmlichen Ford-Cosworth-Aggregate. Doch das Fahrverhalten des Bolidens (4-Rad-Antrieb, basierend auf den Typ 56, einem Lotus-IndyCar von 1968) war zu schlecht, die zusätzlichen Pferdestärken konnten nicht ausgeschöpft werden. Nur bei einem einzigen WM-Rennen kam das Monster im Werksteam zum Einsatz (ferner gibt es 2 Kundeneinsätze), nämlich beim italienischen Grand Prix mit Fittipaldi am Steuer. Er wurde aber nur 8.

 

Anstatt das Turbinen-Auto weiterzuentwickeln, machte Chapman über den Winter lieber den 72D konkurrenzfähiger – mit Erfolg: Emerson Fittipaldi war plötzlich ein Titelkandidat, gewann 4 Rennen und wurde F1-Weltmeister. Fittipaldi wurde auch nicht irgendein Weltmeister, sondern der jüngste Weltmeister, den es bis dato gab! Fittipaldi unterbot den Rekord von Jim Clark von 1963 um fast 2 Jahre. Lange schien es so, als würde Fittipaldi damit einen Rekord für die Ewigkeit aufgestellt haben, doch das neue Jahrtausend läutete eine neue Ära in der Formel-1 ein: Die Ära der immer jüngere werdenden F1-Piloten, Stichwort Baby-Schumi alias Sebastian Vettel. 2005 wurde Fittipaldis Rekord von Fernando Alonso gebrochen, Lewis Hamilton löste Alonso als Rekordhalter aber 2008 bereits wieder ab, und ob das schon die Spitze des Eisbergs war?


EINEN AUSFÜHRLICHEN RÜCKBLICK AUF DIE SAISON 1972 FINDEN SIE BEI HISTORIE (SAISONS)

 

Mit ein bisschen mehr Glück, hätte der Weltmeister 1972 Jackie Stewart geheißen. Stewart hatte während der Saison sehr viel Pech, allen voran natürlich sein Bauchgeschwür, aber er wurde auch oftmals von technischen Pannen um Punkte gebracht. Fittipaldi verlor deutlich weniger WM-Zähler durch ein unzuverlässiges Auto. Auf der anderen Seite gewann Stewart die letzten beiden Rennen, in denen Fittipaldi längst als Weltmeister feststand und gegenüber den anderen Rennen plötzlich deutlich weniger konkurrenzfähig war. Wer weiß, ob Fittipaldi in den Amerika-Rennen nicht noch besser gewesen wäre, wenn er nicht schon vorzeitig als Weltmeister angereist wäre. Wie auch immer, 1973 revanchierte sich Stewart wieder. Obwohl es nach den ersten Rennen noch gut für Fittipaldi aussah, wurde Stewart Weltmeister. Bei den ersten 6 Rennen stand Fittipaldi immer auf dem Podium, gewann davon auch 3 Rennen. Aber danach gab es gleich 5 Rennen, in denen Fittipaldi nicht gepunktet hat, nur 2 auf denen er jeweils als 2. aufs Podium fuhr. Das war zu wenig – die WM drehte sich zugunsten Stewarts, obwohl dieser beim USA GP, dem Saisonfinale, nicht mehr an den Start ging und seine Karriere vorzeitig beendete. Der Unfalltod seines Teamkollegen François Cevert war der Entscheidung vorausgegangen. Ohne Stewart am Start, holte sich Fittipaldi die WM 1974 wieder zurück.


EINEN AUSFÜHRLICHEN RÜCKBLICK AUF DIE SAISON 1974 FINDEN SIE BEI HISTORIE (SAISONS)

 

Die mangelnde Zuverlässigkeit bei Ferrari bescherte Fittipaldi also den 2. WM-Titel, dazu reichten 3 F1-Siege. Der Titel 1974 war aber dennoch der letzte in der F1-Karriere für Fittipaldi, wenngleich er noch relativ jung war. Das lag vor allem daran, dass er 1976 ins Team seines Bruders Wilson wechselte und sich damit selbst einen Haufen Steine in den Weg legte, über die er nicht mehr Herr wurde. Aber 1975 fuhr er noch eine Saison bei McLaren. Doch Ferrari war das Maß der Dinge, wie schon 1974. Für die F1-Saison feilte Ferrari aber auch noch an der Zuverlässigkeit und so wurde Fittipaldi von Niki Lauda entthront. Für Fittipaldi lief die Saison durchwachsen: Mit einem Sieg und einem 2. Platz begann die Saison noch recht viel versprechend, aber dann blieb er in Südafrika punktlos. In Spanien schloss er sich dem Fahrerstreik wegen der mangelnden Sicherheit auf dem Kurs in Montjuich an. Danach wechselten sich Höhe- mit Tiefpunkte an, beim Großbritannien GP gewann er nochmals ein F1-Rennen – das Letzte in seiner Karriere. Am Ende wurde er wie schon 1973 Vizemeister.

 

Völlig überraschend kehrte er dann im Winter vor der Saison 1976 McLaren den Rücken um sich dem Team seines Bruders Wilson (Copersucar) anzuschließen. Was Fittipaldi damals nicht glaubte, trat ein: Bei Copersucar verbaute sich Fittipaldi die Karriere, denn Rennsiege waren damit einfach nicht mehr möglich. Vor dem Beginn der Saison 1976 sah er das selbst noch etwas anders, denn seine Ziele waren ehrgeizig: „Wir wollen in Zukunft mit dem Team Weltmeisterschaften gewinnen.“ Scheinbar sah er das bald anders, denn 1978 verhandelte er mit Williams über einen Vertrag als Williams-Stammfahrer. Doch er bekannte sich zu Copersucar und übernahm 1980 sogar die Leitung des Teams, das mittlerweile in Fittipaldi umgetauft wurde, weil Sponsor Copersucar sich zurückzog. Wilson Fittipaldi verließ das Team, dafür übernahm man die Reste des Wolf-Teams samt Fahrer Keke Rosberg.

 

Sportlich gesehen liefen die Jahre bei Fittipaldi/Copersucar für Fittipaldi wie folgt: 1976 holte er nur 3 Punkte, kam nur 8 Mal ins Ziel, verpasste im Copersucar Ford FD04 sogar die Qualifikation für den Belgien GP! 1977 wurden aus den 6. Plätzen schon 4. und 5. Plätze. Statt WM-17. wurde er WM-12., statt 3 Punkte hatte er am Ende des Jahres ganze 11 Zähler. Aber er hatte auch 2 Nichtqualifikationen auf dem Konto. Nach dem Motto „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ ging es 1978 noch einen Schritt bergauf – aber einen letzten Schritt. Beim Heimrennen in Brasilien fuhr er sogar auf das Podest: Hinter Ferrari-Pilot Carlos Reutemann wurde er 2. Am Ende wurde er WM-10. Die letzten 2 Jahre waren aber katastrophal: Nur einen Podestplatz, 1979 gar nur einen WM-Zähler: Die Statistik von Fittipaldi wurde mit den Copersucar-Jahre stark nach unten gezogen.

 

F1-WM Statistik: Emerson Fittipaldi
2235 Führungskilometer (Rang 36 in der ewigen Bestenliste)
281 WM-Punkte (Rang 20)
144 Rennen (Rang 33)
35 Podestplätze (Rang 17)
18 angeführte Rennen
14 Siege (Rang 15)
13 Starts aus der ersten Reihe (Rang 39)
6 Pole Positions (Rang 34)
6 Schnellste Rennrunden (Rang 36)
4-mal knapp außerhalb der Punkteränge (Rang 57)
3 Nichtqualifikationen (Rang 106)
2 WM-Titel (Rang 9)
Durchschnittliche Startposition: 11,952 (Rang 148)
Durchschnittlicher Rückstand auf Pole Position: 2,782%(Rang 87)
Siegquote: 9,722% (Rang 35)
Pole Position Quote: 4,027 (Rang 58)
Ausfallquote : 33,333% (Rang 69)
GP für Teams
1. Fittipaldi (1976-’80): 74 GP
2. Lotus (1970-’73): 42 GP
3. McLaren (1974/’75): 29 GP
Alle 14 Siege
USA GP 1970: Fittipaldi vor Pedro Rodriguez (BRM)
Spanien GP 1972: Fittipaldi vor Jacky Ickx (Ferrari)
Belgien GP 1972: Fittipaldi vor Francois Cevert (Tyrrell Ford)
Großbritannien GP 1972: Fittipaldi vor Jackie Stewart (Tyrrell Ford)
Österreich GP 1972: Fittipaldi vor Dennis Hulme (McLaren Ford)
Italien GP 1972: Fittipaldi vor Mike Hailwood (Surtees Ford)
Argentinien GP 1973: Fittipaldi vor Francois Cevert (Tyrrell Ford)
Brasilien GP 1973: Fittipaldi vor Jackie Stewart (Tyrrell Ford)
Spanien GP 1973: Fittipaldi vor Francois Cevert (Tyrrell Ford)
Brasilien GP 1974: Fittipaldi vor Clay Regazzoni (Ferrari)
Belgien GP 1974: Fittipaldi vor Niki Lauda (Ferrari)
Kanada GP 1974: Fittipaldi vor Clay Regazzoni (Ferrari)
Argentinien GP 1975: Fittipaldi vor James Hunt (Hesketh Ford)
Großbritannien GP 1975: Carlos Pace (Brabham Ford)
Fahrer mit den meisten GP für Fittipaldi
1. Emerson Fittipaldi (1976-’80): 74 GP
2. Keke Rosberg (1980/’81): 20 GP
3. Chico Serra (1981/’82): 14 GP
4. Wilson Fittipaldi (1975): 11 GP
5. Ingo Hoffman (1976/’77): 3 GP
6. Arturo Merzario (1975): 1 GP

 

Nach der Saison 1980 beendete Fittipaldi zunächst seine Fahrerkarriere. Zuvor verglich er sich aber nochmal mit Walter Röhrl, dem damaligen Rallye-Star. Der Vergleich sah eine 5-Kilometer-lange Fahrt im Copersucar Ford vor, den Fittipaldi natürlich um 3 Sekunden gewann, während Röhrl aber bei 5 Kilometer Rallyefahren durch den Wald um 28 Sekunden flotter war als Fittipaldi. Er leitete weiterhin die Geschicke des Fittipaldi-Rennstalls, der Ende 1982 zusperrte. Fittipaldi finanzierte das Team 1981 und 1982 fast schon vollkommen aus seiner eigenen Schatulle, darauf hatte er keine Lust mehr. Als Fittipaldi den Posten des Teamchefs los war, überlegte er, wieder in der Formel-1 als Rennfahrer ins Geschehen einzugreifen. Für 1984 verhandelte er mit dem Spirit-Team. Das Team wollte sich Fittipaldi durch Gelder von Fuvlio Ballabio verpflichten, dem der Automobilweltverband FIA aber keine Superlizenz ausstellte. Als das Geld dann fehlte, konnte man sich auch die Dienste von Fittipaldi nicht leisten. Schließlich sollte Emerson Fittipaldi 1989 nochmals für die Formel-1 reaktiviert werden – beim Japan GP. F1-Chef Bernie Ecclestone zweifelte an der Qualität des Fahrerfeldes und wollte die alten Champions zurückholen, die in der IndyCar auftrumpften. Dazu gehörte Fittipaldi. Ihm legte Ecclestone ein Cockpit bei Minardi ans Herz. Doch Fittipaldi blieb in Amerika.

 

Seit 1984 fuhr Fittipaldi in der IndyCar. Bereits 1974 testete er einen McLaren Chevrolet in der IndyCar-Serie und fand Gefallen daran. Wie ernsthaft der Test damals war, steht aber auf einen anderen Blatt Papier. McLaren war damals sowohl in der Formel-1, als auch in der IndyCar involviert – von daher war der IndyCar-Test für Fittipaldi quasi ein vorgesehener Plan. Letztlich machter Test aber Lust auf mehr und so kam er 1984 bei Patrick in der IndyCar unter. Die ersten Erfolge stellten sich rasch ein: In Long Beach 1985 holte er sich das erste Podest, hinter dem ehemaligen F1-Weltmeister Mario Andretti, der einen Lola Ford für Newman Haas fuhr. Noch im gleichen Jahr siegte Fittipaldi auch erstmals: In Michigan verwies er Al Unser (Penske; March Ford) und Tom Sneva (Curb; Eagle Ford) auf die Plätze 2 und 3.

 

Spätestens seit Cristiano da Matta oder Helio Castroneves sind brasilianische IndyCar-Meister nichts mehr Besonderes. Aber 1989 war Emerson Fittipaldi tatsächlich der erste Brasilianer, der sich zum IndyCar-Meister krönte. Dafür langten ihm 5 Siege. Der wichtigste der 5 Siege war mit Sicherheit der Triumph beim Indy 500 (vor Al Unser jr. in einem Lola Chevrolet von Galles, sowie Raul Boesel in einem Lola Judd von Shierson). Anders als zu erwarten war, brachten die Erfolge keinen Segen über das Patrick-Team, denn das Team teilte sich auf: Teilhaber Chip Ganassi gründete sein eigenes Team, deshalb wechselte Fittipaldi mit den Geldern der Zigarettenmarke Marlboro ins Penske-Team. Auch bei Penske konnte er nochmal für einige Erfolge sorgen: 1993 und 1994 wurde er jeweils Vizemeister, 1993 hinter Nigel Mansell (Newman Haas) und 1994 hinter Fittipaldis eigenem Teamkollegen Unser Junior. 1993 siegte Fittipaldi auch zum 2. Mal beim legendären Indy500, vor Arie Lyendyk, der einen Lola Ford für das Ganassi-Team fuhr, sowie Mansell. In Nazareth 1995 gewann er vor Jacques Villeneuve (Green; Reynard Ford) und Stefan Johansson (Bettenhausen; Penske Mercedes) sein letztes IndyCar-Rennen.

 

IndyCar Saison 1989
1. Emerson Fittipaldi (BRA) : Patrick Racing (Penske Chevrolet)
2. Rick Mears (USA): Penske (Penske Chevrolet)
3. Michael Andretti (USA): Newman Haas (Lola Chevrolet)
4. Teo Fabi (ITA) : Porsche (March Porsche)
5. Al Unser jr. (USA): Galles (Lola Chevrolet)
6. Mario Andretti (USA): Newman Haas (Lola Chevrolet)
7. Danny Sullivan (USA): Penske (Penske Chevrolet)
8. Scott Pruett (USA): Truesport (Lola Judd)
9. Bobby Rahal (USA): Kraco (Lola Ford)
10. Arie Luyendyk (NED): Dick Simon Racing (Lola Ford)
11. Raul Boesel (BRA): Shierson (Lola Judd)
12. Derek Daly (IRL): Raynor (Lola Judd)
13. Pancho Carter (USA): Leader Cards (Lola Ford)
14. Kevin Cogan (USA): Machinists Union (March Ford)
15. Scott Brayton (USA): Dick Simon Racing (Lola Ford)
16. John Jones (CAN): Protofab (Lola Ford)
17. Al Unser (USA): Penske (Penske Chevrolet)
18. Dominic Dobson (USA): Bayside (Lola Ford)
19. A.J. Foyt (USA): Gilmore (Lola Ford)
20. Bernard Jourdain (MEX): Andale (Lola Ford)
21. Didier Theys (BEL) : Arciero (Penske Ford)
22. Fabrizio Barbazza (ITA): Arciero (Penske Ford)
23. Roberto Guerrero (COL): Morales (March Alfa Romeo)
24. Davy Jones (USA): Euromotorsport (Lola Ford)
25. Rich Vogler (USA): Manchists Union (March Ford)
26. Ludwig Heimrath jr. (CAN): Hemelgarn (Lola Judd)
27. Guido Daccò (ITA): Dale Coyn (Lola Ford)
28. Johnny Rutherford (USA): Manchists Union (March Ford)
29. Tom Sneva (USA): Granatelli (March Ford)
30. James Weaver (GBR): Dyson (Lola Ford)
31. John Andretti (USA): Granatelli (March Ford)
32. Steve Saleen (USA): Saleen (March Ford)
33. Bill Vukovich III (USA): Hemelgarn (Lola Judd)
34. Jeff Wood (USA): Gohr (Lola Ford)

 

1996 wechselte er in das Penske-Ablegerteam Hogan Racing. Beste Platzierung war ein 4. Platz in Milwaukee. Mehr als mit Resultaten fiel Fittipaldi mit seinem schweren Unfall in Michigan auf: Damals krachte er in die Mauer, wodurch sein Bolide in Feuer aufging. Bei dem Crash wirkten Kräfte von 100g. Doch nicht der Unfall, sonder ein Flugzeugabsturz 1997 beendete seine Karriere vorübergehend. Den Flugzeugabsturz überlebte Fittipaldi mit Rippenbrüchen. Fittipaldi hatte in seiner Karriere viel Glück, denn immer wieder wurde er Opfer schwerer Unfälle, nicht nur auf der Rennstrecke: 1971 wurde er bei einem Verkehrsunfall verletzt, 2001 bei einem Fahrradunfall. 1973 hatte er beim Holland GP einen schweren Unfall. Insgesamt fuhr Fittipaldi 195 IndyCar-Rennen, gewann davon 23, holte 17 Pole Positions und 65 Podestplatzierungen.

 

Fittipaldis 23 IndyCarr-Siege
Michigan 1985: Fittipaldi vor Al Unser (Penske; March Ford)
Elkhart Lake 1986: Fittipaldi vor Michael Andretti (Kraco Racing; March Ford)
Burke Lakefront 1987: Fittipaldi vor Bobby Rahal (Truesports; Lola Ford)
Toronto 1987: Fittipaldi vor Danny Sullivan (Penske; March Ford)
Mid Ohio 1988: Fittipaldi vor Mario Andretti (Newman Haas; Lola Chevrolet)
Elkhart Lake 1988: Fittipaldi vor Bobby Rahal (Truesports; Lola Judd)
Indianapolis 1989: Fittipaldi vor Al Unser jr. (Galles; Lola Chevrolet)
Detroit 1989: Fittipaldi vor Scott Pruett (Truesport; Lola Judd)
Portland 1989: Fittipaldi vor Bobby Rahal (Kraco; Lola Ford)
Burke Lakefront 1989: Fittipaldi vor Mario Andretti (Newman Haas; Lola Chevrolet)
Nazareth 1989: Fittipaldi vor Rick Mears (Penske; Penske Chevrolet)
Nazareth 1990: Fittipaldi vor Rick Mears (Penske; Penske Chevrolet)
Detroit 1991: Fittipaldi vor Bobby Rahal (Galles Kraco; Lola Chevrolet)
Sufers Paradise 1992: Fittipaldi vor Rick Mears (Penske; Penske Chevrolet)
Burke Lakefront 1992: Fittipaldi vor Michael Andretti (Newman Haas; Lola Ford)
Elkhart Lake 1992: Fittipaldi vor Al Unser jr. (Galles Kraco; Galmer Chevrolet)
Mid Ohio 1992: Fittipaldi vor Paul Tracy (Penske; Penske Chevrolet)
Nazareth 1992: Fittipaldi vor Michael Andretti (Newman Haas; Lola Ford)
Indianapolis 1993: Fittipaldi vor Arie Luyendyk (Chip Ganassi; Lola Ford)
Portland 1993: Fittipaldi vor Nigel Mansell (Newman Haas; Lola Ford)
Mid Ohio 1993: Fittipaldi vor Robby Gordon (Copenhagen; Lola Ford)
Phoenix 1994: Fittipaldi vor Al Unser jr. (Penske; Penske Chevrolet)
Nazareth 1995 : Fittipaldi vor Jacques Villeneuve (Green ; Reynard Ford)

 

Seit einigen Jahren fährt Fittipaldi wieder Rennen. 2005 udn 2006 fuhr er für LG in der F1-Rentnerserie Formel-Grand-Prix-Masters. Dabei wurde er in Kyalami 2005 hinter Nigel Mansell (Altech) 2. Weil die Serie nicht mehr als 3 Rennen überlebte, war Fittipaldi aber schnell wieder ohne einen Boliden unter dem Hintern. Zuletzt wollte er immer wieder den Ferrari testen, den derzeit die A1 GP Serie einsetzt und der auf den F1-Ferrari von 2004 basiert. 2008 war er in der brasilianischen GT3-Meisterschaft unterwegs (für WB Racing) und wurde ohne größere Erfolge Gesamt-12. Zudem fuhr er 2008 beim Indy500 das Pace Car.

 

Es ist schon erstaunlich, in welchem Alter Rennfahrer noch in der Lage sind ans Limit zu gehen. Doch Fittipaldi scheint auch in anderen Bereichen noch nicht so alt zu sein, wie auf der Geburtsurkunde steht: Erst im März 2007 bekam er mit Emerson Fanucchi Fittipaldi neuerlich einen Sohn – mit seiner 3. Ehefrau Rossana Fanucchi Fittipaldi. Von 1970 bis 1982 war er erstmals verheiratet. Mit Maria Helena zeugte er auch 3 Kinder: Juliana, Jason und Tatiana. Mitte der 80er Jahre war er mit Teresa verheiratet. Aus dieser Ehe entstanden 2 Kinder, Joana und Luca. MZ

Wir haben 108 Gäste online

Next Race:

© 2008 - 2013 !R Redaktionsgemeinschaft / !NS!DE-RAC!NG Online Magazin
Ein Angebot der RTV-WORLD MediaGroup - Fa. Roland Schäfges: Katzenberger Weg 114 - 56727 Mayen - www.rtv-world.de - redaktion@inside-racing.de