F1: Petrov nicht der erste GP-Russe

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Mehr als 100 Jahre vor Vitaly Petrov gab es bereits den ersten Russen im GP-Sport.

F1: Petrov nicht der erste GP-Russe

von Michael Zeitler

Mehr als 100 Jahre vor Vitaly Petrov gab es bereits den ersten Russen im GP-Sport.

| Sotschi (!NS!DE-RAC!NG) - Der erste Russland GP im Rahmen der F1-WM rückt immer näher – 2014 ist es in der Olympia-Stadt Sotschi soweit. Gerade jetzt hat der erste F1-Russe kein Cockpit mehr ergattern können, nach drei Jahren für Renault und Caterham. Dabei waren seine Leistungen durchaus solide, aber der finanzielle Rückhalt in Russland hat sich abgeschwächt.

Dabei war Petrovs F1-Abenteuer ein Nationalevent. Zu Demozwecken klemmte sich sogar der russische Staatschef Vladimir Putin ans Steuer eines F1-Renaults! Petrov – der erste russische F1-Pilot. F1-Pilot ja, GP-Pilot nein. Wie Petrov seine GP-Karriere 2010 bei Renault begann, so begann auch der erste russische GP-Fahrer seine GP-Laufbahn bei Renault. Allerdings 1908, beim Frankreich GP. Damals wurde Sergey Dimitriewich auf einem Renault Achter. Sein Teamkollege, aber auch sein guter Freund: Ferenc Szisz, der erste GP-Sieger der Geschichte (1906 in Frankreich) aus Ungarn. Dimitriewich war übrigens nur ein Pseudonym: Dahinter steckte der wohlhabende Count Alexander Vetchinin.

Auch nach ihm gab es noch Russen im GP-Sport: Bekannt ist vor allem Igor Troubetzkoy. Er führte beim Monaco GP 1948 einen Ferrari aus – immer wieder als erster GP-Einsatz eines Ferraris in der Geschichte bezeichnet. In den 30er Jahren fuhr Boris Ivanowski für Mercedes Rennen, wurde 1931 beim 24-Stundenrennen von Le Mans gemeinsam mit seinem französischen Teamkollegen Henri Stoffel Zweiter. Beim Italien und Belgien GP 1931 setzte Ivanwoski privat einen Mercedes ein und wurde jeweils starker Fünfter.

Aber bei WM-Rennen fuhr vor Petrov noch nie ein Russe, Formel-1 schon. Klar doch, hatten die Russen doch selbst eine sovietische F1-Meisterschaft, die bis auf wenigen Jahren auch nach den technischen Regeln (aber nicht mit dem technischen Know-How) der Formel-1 ausgetragen wurde. Bei F1-Tests kam 2002 Sergey Zlobin im Minardi Asiatech zum Zug. Sein Bruder Daniil Move fährt jetzt in der Formel-World-Series-by-Renault – seit 2007 bereits! In der WSbR gibt es aber auch noch einen weiteren russischen Nimmersatt: Mikhail Aleshin, der 2010 die Meisterschaft bereits für sich entschied.


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