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  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Satire: Rückblick auf die F1-Saison 2013 (2)

Geschrieben von: Johannes Mittermeier.

 

"Keep Racing" - diese als Empfehlung getarnte Aufforderung ist auch ohne aktives Zutun seines Urhebers weiterhin Programm. In knapp zwei Wochen legt die Formel 1 wieder den ersten Gang ein. Für die neugierige Sorte: Hier steht bereits, welcher Schabernack uns bei der Tour über neunzehn Länder und vier Kontinente blüht. Für den Rest: Ach, lassen wir das. Wer will schon extra aus den Federn kriechen und RTL ertragen müssen, wo es so viel bequemer geht? Eben.

| Die große Saisonvor-, ähm -rückschau! Heute in Teil zwei: Journey von England nach Amerika. Mit dem dringlichen Appell, an den Ohrenschutz zu denken. Und nein, nicht wegen des krächzenden Motorenlärms. Da dreschen ganz andere Umwelteinflüsse auf Hammer, Amboss und Steigbügel ein...


GP Großbritannien

Mark Webber steht auf dem Abstellgleis. Red Bull setzt auf die Jugend und gibt die Verpflichtung von Rubens Barrichello zur kommenden Saison bekannt. Da für den England-GP eine Schlechtwetterfront angekündigt ist, hatten die Österreicher auch Regenkünstler Michael Schumacher kontaktiert, aber aus dessen Sommer-Residenz eine Abfuhr erteilt bekommen. So rüstet Red Bull die Autos auf Geheiß von Ober-Guru Newey vorne mit Slicks und hinten mit Intermediates aus. Ein Schuss in den Ofen. Webbers zweiter Platz ist ein Fall für die erbarmungslosen Regelhüter der FIA, wohingegen Vettel aufgrund der heißen Temperaturen (plus sechs Grad) die Lichtmaschine kollabiert. Es siegt Raikkönen, der sich auch von den Kommentaren von Teilzeit-Renningenieur Cindy aus Marzahn nicht aus der Ruhe bringen lässt.

 

 

GP Deutschland

Kurz vor der Saisonhalbzeit verzieht Chefvermarkter Ecclestone grimmig die Miene. Trotz acht verschiedener Sieger in den ersten acht Rennen empfindet der Brite das Jahr als farb-, witz- und Schumacher-los. Sein dringlicher Appell: „Wir müssen den Leuten eine gute Show bieten!“ Bernies Laune bessert sich erst, als ihm sein Verhandlungsgeschick dazu verhilft, spektakuläre zukünftige Austragungsorte an Land zu ziehen. Bald sollen anstatt der entbehrlichen Läufe in Silverstone und Monza der Große Preis von Usbekistan und ein Rennen in Timbuktu ausgetragen werden. Neue Märkte erschließt Eccelstone zudem mit einem weiteren Grand Prix im Nahen Osten: Auf dem Lausitzring. Überhaupt dreht sich alles um Formalitäten und Personalien. Fernando Alonso, mittlerweile Ferrari-Inhaber, verlängert seinen bis 2016 laufenden Vertrag langfristig. Aus Team-Kreisen ist die exakte Laufzeit zunächst nicht zu vernehmen. Erst investigative RTL-Recherchen bringen die Wahrheit ans Licht: Alonso wird bei den Italienern bis zur Verrentung fahren, denn eine Vertragsklausel bewirkt die automatische Ausdehnung des Kontrakts bis zur Fertigstellung des Berliner Flughafens.

 

 

GP Ungarn

Ecclestones Rundumschlag vom vergangenen Wochenende zeigt Wirkung. Wegen der traditionell Prozessions-artigen Rennverläufe in Budapest wurden profilierte Entertainer für die Formel 1 engagiert. Beispielsweise schreibt von nun an Steven Spielberg die Grand Prix-Drehbücher. Darüber hinaus heizt Robbie Williams der Meute im Red Bull-Zelt mächtig ein, wodurch Adrian Newey aus dem Gleichgewicht gebracht wird und Sebastian Vettels Qualifying-Zeiten schlagartig wieder enorm ansteigen. Alonso ätzt: „Ich habe es ja immer gewusst. Ich fahre nicht gegen Vettel, sondern gegen Robbie Williams!“ Der schlechte Ruf des Dreifach-Champions, nur mit überlegenem Material glänzen zu können, verfestigt sich mit jeder Textzeile, die Williams erfolgreich anbringt. Doktor Helmut Marko wittert eine üble Hetzkampagne. Er verständigt das oberste Schiedsgericht.

 

 

GP Belgien

Zum Auftakt der zweiten Saisonhälfte rangiert Nico Hülkenberg nach wie vor unangefochten auf dem ersten Platz der Gesamtwertung. Von derartigen Höhen kann Felipe Massa leider nur träumen. Spätestens  nach einem indiskutablen dritten Rang in Spa ist das Fass zum Überlaufen gebracht. Obwohl sich der gutmütige Brasilianer bereit erklärt hatte, Teamkapitän Alonso sein übriges Motor-Kontingent zur Verfügung zu stellen, setzt die Scuderia ihm den roten Stuhl vor die Tür. In der Pressemitteilung ist von mangelnder Kooperationsbereitschaft, Egozentrik und atmosphärischen Störungen die Rede. Die BILD-Zeitung verbreitet Gerüchte, wonach Michael S. aus Kerpen sein Trainingspensum intensiviert haben soll. Das Rennen in Spa gerät deshalb beinahe zur Nebensache, und hätte nicht Romain Grosjean seinen privaten Schrottplatz um ein paar Exemplare erweitert, würde sich heute niemand mehr an den Button-Sieg erinnern. Traurig, aber wahr.

 

 

GP Italien

Was treibt eigentlich Mercedes? Der selbsternannte Titelfavorit hat sich in der Zwischenzeit kontinuierlich weiterentwickelt: Mit voller Kraft voraus ans Ende des Feldes. Als Vorbereitung auf Monza sieht sich Lewis Hamilton den brandneuen Hollywood-Thriller „Reifenflüsterer“ dreimal hintereinander an, bis er die Dramaturgie verinnerlicht hat und entsprechende Lehren daraus ziehen kann. Sein Arbeitsgerät gleicht nach einem umfangreichen optischen Facelift eher einem aus Ersatzteilen zusammengeschraubten Flickenteppich; das Fahrerlager spricht anerkennend von einem „Modell Carmen Geiss“. Vorzeige-Mitarbeiter Hamilton fokussiert sich gewissenhaft auf das, was er am Besten kann: Twittern. Über eine Million Follower staunen, als ihnen Hamilton beim Rennstart live aus dem Cockpit virtuelle Grüße hinterlässt. Der dadurch entstandene Zeitverlust für den Mercedes-Mann hält sich im Rahmen - Langsamkeit und ihre Vorzüge. Alonso schafft beim Heimspiel einen frenetisch gefeierten neunten Rang und wird von Ferrari mit einer satten, seinen Fähigkeiten angepassten Gehaltserhöhung belohnt. BILD erhält prominente Unterstützung bei der Spurensuche in Kerpener Fitnesscentern: RTL hilft gerne.

 

 

GP Singapur

Das Nachtrennen entpuppt sich erneut als Knüller: Fünf Safety Car-Phasen infolge mehrerer Unfälle schieben das Feld jeweils wieder zusammen. Irgendwann aber geben auch die Crash-erprobten Chassis von Grosjean und Maldonado nach etlichen Demolierungen ihren Geist auf. Toro Rosso-Pilot Jean-Éric Vergne überkommt plötzlich ein dunkler Schauer aus der letzten Saison. In böser Befürchtung eines krachenden Auffahrunfalls entscheidet sich der Franzose gegen das Bremsen vor einer Kurve, um Blechschaden zu vermeiden. Kaum in der Auslaufzone gestrandet, entsinnt er sich des Karriereendes Michael Schumachers. Weil Adrian Newey noch immer nicht hundertprozentig zu seiner inneren Ausgeglichenheit gefunden hat, dümpelt Red Bull-Nummer eins Vettel im grauen Mittelfeld umher, während Mark Webber in Singapur gewinnt. Doktor Marko hat sich ein Schweigegelübde auferlegt. Parallel dazu kontaktiert er vorsorglich das Weiße Haus.

 

 

GP Korea - GP Abu Dhabi

In Singapur begann die ausschweifende Asien-Tournee des Kalenders. Aus Angst vor so manch zäher Operette treten in Korea, Japan, Indien und Abu Dhabi alternierend Justin Bieber, Rihanna, Jennifer Lopez und Adele auf. Justin Bieber deswegen in Korea, weil sein Formel-1-Gastspiel einerseits für Aufsehen sorgen und andererseits wenig Zuhörer am eigenen Leib malträtieren soll. Ecclestone hat im Voraus potentielle Schmerzensgeldzahlungen in seine Überlegungen einkalkuliert. Ein alter Hase eben, der Bernie. Rein sportlich gesehen gestaltet sich die Saison für Titelverteidiger Vettel weiterhin wie ein Börsenkurs. Mal rauf, mal runter, je nach künstlerischer Entfaltung von Newey. Abseits des Rüstungskampfes hechelt Mercedes den unmittelbaren Rivalen hinterher. Auf Caterham fehlen 1,1 Sekunden. Nico Rosberg und Lewis Hamilton orientieren sich längst anderweitig. Der Brite simst eifrig mit Martin Whitmarsh, im Rosberg-Clan versucht Vater Keke seinen Stammhalter in einem ambitionierten GP2-Team unterzubringen. McLaren verzeichnet in Abu Dhabi im Übrigen die Technik-Ausfälle numero elf und zwölf in diesem Jahr. Dafür sind die Boxenstopps eine Klasse für sich. In Japan wird erstmalig die magische Ein-Sekunden-Schallmauer unterboten: 0, 976 Sekunden - so fix ist noch nicht einmal Silvio Berlusconi, wenn es in den Nahkampf mit Gummi geht...

 


GP USA

Man ahnte es. Die bombastische Austin-Premiere 2012 war eine Eintagsfliege. Kaum ist der Reiz des Neuen verflogen, verirrt sich der Durchschnitts-Ami nicht mehr zur Formel 1. Als kleine Aufmerksamkeit für diejenigen, deren Navi verrückt spielte oder die sogar tatsächlich anreisen wollten, bieten die Piloten einen Extra-Service: Bei der Einlasskontrolle werden die Fans von jedem Fahrer persönlich mit Handschlag begrüßt. Nach zwanzig Minuten ist der Spuk vorbei. Die FIA aber reagiert trotzig. Per Rundmail konfrontiert sie die verdutzten Teams mit einer Regeländerung. Ab sofort stehen alle Manöver, die ohne DRS vollzogen werden, auf dem Index. Wer den Vordermann dennoch in old-school-Manier zu übertölpeln versucht, den belegen die Renn-Stewards mit empfindlichen Sanktionen individueller Natur. Bei Hamilton und Alonso etwa werden die Twitter-Accounts für eine Stunde gesperrt. Das schreckt ab. Und so bekommen die begeisterten Zuschauer faszinierende Szenen für ihr Geld geboten - nämlich, als die Toten Hosen die US-Nationalhymne intonieren. Ach ja, den Sieg holt sich Williams-Finne Valtteri Bottas. Aber den kennen die meisten Besucher erstens nicht. Zweitens erfahren sie davon im Autoradio.



Wer wird Weltmeister? Was machen Sebi, Ferdi, Kimi? Was Schumi? Die Antworten: Morgen.

 

 

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Satire: Rückblick auf die F1-Saison 2013 (1)

 

 

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Kommentare  

 
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