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Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Satire: Rückblick auf die F1-Saison 2013 (3)

Geschrieben von: Johannes Mittermeier.

 

"Keep Racing" - diese als Empfehlung getarnte Aufforderung ist auch ohne aktives Zutun seines Urhebers weiterhin Programm. In knapp zwei Wochen legt die Formel 1 wieder den ersten Gang ein. Für die neugierige Sorte: Hier steht bereits, welcher Schabernack uns bei der Tour über neunzehn Länder und vier Kontinente blüht. Für den Rest: Ach, lassen wir das. Wer will schon extra aus den Federn kriechen und RTL ertragen müssen, wo es so viel bequemer geht? Eben.

| Kurz vor Advent geht es noch einmal hoch her in Bernies familiengerechtem Zirkus. Luftseilakrobatische Hochseiltänzer sind nichts gegen die letzte Inkarnation des brummenden Streichelzoos zwischen den Seen in Sao Paulo. Man beachte den immensen Risikofaktor: Es gibt weder einen doppelten Boden noch einen doppelten Diffusor.


GP Brasilien

Finale Grande! Nein, eigentlich nicht. Nico Hülkenberg steht schon seit einem Monat als Weltmeister fest. Der Sauber-Pilot fuhr als Einziger konstant und fehlerlos. Ferraris Intention in Sao Paulo besteht darin, den WM-Elften Fernando Alonso noch unter die Top Ten zu schleusen. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht. In einer Nacht - und Nebelaktion verstecken sie bei Felipe Massa - der eine zweite Chance erhalten hatte - den rechten Vorderreifen. Tags darauf schildern die Italiener die Vorfälle im Detail und erklären Massas Renn-Verzicht mit den Worten: „Andere würden lügen, wir aber wollen transparent und ehrlich sein.“ Neu-Kirchenoberhaupt Fernando Alonso verweigert jedoch den päpstlichen Segen: „Ein Samurai gibt niemals auf. Wenn sie ihm den rechten Vorderreifen wegnehmen, dann entledigt er sich auch der anderen drei Reifen und zieht auf der Felge in die Schlacht.“ Am Ende verpasst der Gepriesene als sicherer Dreizehnter die Punkteränge.

Die Iceman-Fassade ist geknackt. Ein sichtlicht unter Schock stehender Kimi Raikkönen wirft ermattet das Handtuch, weil ihm schon im zweiten Jahr in Folge sämtliche Fluchttüren in Brasilien versperrt werden. Diese seien allerdings bitter nötig, um ein Entkommen von Renningenieur Philipp Rösler zu ermöglichen, meint der ausgelaugte Finne. Mitleidige Blicke der umstehenden Reporter bestärken ihn in seiner Meinung. Abgesehen davon habe ihm die ab 2014 geltende Zwei-Promille-Grenze bei den Rennen die Entscheidung erheblich erleichtert, fügt Raikkönen achselzuckend hinzu. Zum Ausstand gibt er siebzehn Lokalrunden aus.

Sebastian Vettel verliert das Red Bull-interne Duell gegen Mark Webber eindeutig mit 3:16. Helmut Marko nimmt den Deutschen (WM-Sechster) in Welpenschutz und schimpft stattdessen wie ein Rohrspatz auf Webber (Vize-Weltmeister), der seinen Teamkollegen in Kanada in der neunundzwanzigsten Runde durch eine falsche Linienwahl in Kurve acht irritiert und damit um alle WM-Chancen gebracht hätte. Dem besitzergreifenden Plädoyer des Juristen Marko kann Webber verständlicherweise nichts entgegensetzen. Auf elitepartner.de sucht er einen neuen Arbeitgeber. Genau wie Lewis Hamilton, der sich seit dem GP Abu Dhabi vorläufig aus der Formel 1 verabschiedet hatte mit der Begründung, er brauche eine „schöpferische Pause“. Zwei Tage später enthüllte BILD die wirklichen Hintergründe: Hamiltons Smartphone-Ladekabel war verlorenen gegangen. Das hatte den Briten in einen tiefen innerlichen Konflikt gestürzt. Allen Weihungen Alonsos zum Trotz.

Unterdessen erkennt Mercedes die gigantischen Potentiale des Innovationsmanagements. Die Fast-Weltmeister lackieren das Auto in einem satten Dunkelgrün, um dem üblichen Sprachusus von der Silber-Gurke auch auf Marketingebene nachzukommen. Ein cleverer Schachzug. Durch die Fusion mit einer österreichischen Lebensmittelkette erhält die Garage zudem eine zeitgemäße Ausstattung in Form zahlloser Obst - und Gemüse-Regale. Feinkost, versteht sich. Kleiner Schönheitsfehler: Das Mindesthaltbarkeitsdatum.

Was lange währt, wird endlich gut, meinen dagegen zwei andere Gourmets. Romain Grosjean und Pastor Maldonado rufen die Initiative „Vorsicht im Straßenverkehr“ ins Leben. Beide Piloten nehmen eine Funktion als Schirmherr ein. Den großen Hammer hebt sich die Formel 1 für zwei Tage vor Weihnachten auf. Am 23. Dezember sendet RTL ein „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“-Spezial über Michael Schumacher. Thema ist das geplatzte Comeback der Renn-Legende. Obwohl sich seine Fitnesswerte auf dem Niveau eines voll austrainierten 21-jährigen befinden, muss Schumacher der geschockten Scuderia Alonso schweren Herzens mitteilen, nicht als Massa-Ersatz ins Cockpit klettern zu können. Ein Drei-Jahres-Vertrag lag bereits ausgehandelt in der Schublade, doch erneut beendet Schumachers fragile Zone die angehäuften Träumereien: Beim Rodeo-Reiten auf seiner Ranch hatte er sich im Sommer das Genick verstaucht...


 

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Satire: Rückblick auf die F1-Saison 2013 (1)

Satire: Rückblick auf die F1-Saison 2013 (2)



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