F1: Albers - Van der Gardes niederländischer Vorgänger

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Wer war der bisher letzte Niederländer in der Formel-1?

F1: Albers - Van der Gardes niederländischer Vorgänger

von Michael Zeitler

 

Wer war der bisher letzte Niederländer in der Formel-1?

| Melbourne (!NS!DE-RAC!NG) - Kurios: Alle Teams, für die Christijan Albers in der Formel-1 gefahren ist, wurden nach der jeweiligen Saison verkauft: Minardi 2005, MF1 2006 und Spyker 2007. Das zeigt schon, dass der 33-Jährige nie für gesunde F1-Teams gefahren ist. Dementsprechend hatte der Niederländer auch nie eine faire Chance auf gute Resultate.

Das beste Ergebnis seiner F1-Karriere: Rang fünf beim Geister-GP in Indianapolis 2005, als die Michelin bereiften Fahrer das Rennen nicht in Angriff nahmen, weil die Reifen den Belastungen in der Steilkurve des Ovalstücks nicht standgehalten haben. Damit sind nur sechs Fahrer gestartet, die beiden Ferraris, die beiden Jordans und eben die beiden Minardis von Albers und Patrick Friesacher. Es war die Chance für Albers auf das Treppchen, denn Minardi zeigte damals eine ansteigende Form, Jordan dagegen stagnierte.

Das Highlight war also in Wirklichkeit keines. Albers hatte einfach Glück, mit den richtigen Reifen zu fahren. Ansonsten machte er eher durch spektakuläre Unfälle auf sich aufmerksam. Der skurrilste war sicherlich der Zusammenstoß mit Michael Schumacher beim China GP 2005 – auf dem Weg in die Startaufstellung, eine halbe Stunde vor Rennstart also! Oder in Imola 2006, als Albers von Super-Aguri-Pilot Yuji Ide aufs Korn genommen wurde und der MF1 Toyota von Albers sich mehrfach spektakulär überschlug.

Mitten in der Saison 2007 musste Albers gehen, weil die Sponsoren nicht mehr so zahlten wie vereinbart. Damit kam Markus Winkelhock zum F1-Debüt am Nürburgring, für nur ein Rennen – das er aber wegen der richtigen Wahl auf Regenreifen im Spyker Ferrari anfangs sogar rundenlang anführte!

Teamchef war damals Colin Kolles, den Albers aus der DTM kannte. Dort war Albers vor seinem F1-Debüt unterwegs, wurde 2003 im Werksteam von Mercedes sogar Vizemeister. Auch nach der Formel-1 fuhr Albers im Team von Kolles wieder DTM-Rennen. Auch im Le-Mans-Team von Kolles war Albers unterwegs, erreichte 2009 gemeinsam mit Christian Bakkerud und Giorgio Mondini sogar Rang neun. Als Kolles 2010 F1-Teamchef von HRT wurde, war auch Albers wieder im Gespräch, aber eine F1-Rückkehr gab es nicht mehr. Damit bleibt es bei 46 GP-Rennen.

Sein Vater André Albers fuhr keine GP-Rennen, aber auch er war Rennfahrer: 1979 wurde er niederländischer Rallyecross-Meister, in der Europameisterschaft langte es zu Platz fünf. Christijan Albers wurde der Motorsport also in die Wiege gelegt. 1999 wurde er deutscher F3-Meister, 2000 fuhr er für das Arrows-Junior-Team von Paul Stoddart in der Formel-3000. Während sein Teamkollege Mark Webber Dritter wurde, blieb Albers ohne Punkte! Als Stoddart 2001 das Minardi-Team kaufte, drehte Albers seine ersten F1-Runden, 2005 kam er dann auch zum Minardi-Team – im letzten Jahr des Rennstalls, ehe es von Red Bull gekauft und zu Toro Rosso geformt wurde. Albers beendete die Saison 2005 als WM-19.


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