Medien: Matthias Bolhöfer über die Formel 1 bei RTL (1)

Geschrieben von: Daniel Geradtz.

Medien: Matthias Bolhöfer über die Formel 1 bei RTL (1)

von Daniel Geradtz

Im Interview erklärt der Chef der RTL Kommunikationsabteilung/Sport Matthias Bolhöfer, warum der Sender sein Sportdesign weiterentwickelt und sich gleichzeitig mit neuen Motorsportrechten gestärkt hat.

RTL präsentiert die Formel 1 in einem neuen Gewand. Foto: RTL| Köln (!NS!DE-RAC!NG) – Bald geht die Formel 1 wieder los und mit dabei ist auch wieder RTL. Der Kölner Privatsender überträgt erneut alle Rennen der diesjährigen Saison live in die deutschen Wohnzimmer. Dazu gibt es das freie Training und die Qualifikation am Samstag. Mit dem Erlöschen der Startlichter in Melbourne startet RTL in die 23. Formel 1 Saison. Mit dabei sind auch 2013 wieder die bekannten RTL Gesichert Florian König, Niki Lauda, Kai Ebel, Heiko Waßer und Christian Danner.

!NS!DE-RAC!NG: Die Saison startet gleich mit einem Überseerennen. Wie viele Personen sind an einer Formel 1 Übertragung bei RTL beteiligt?
Matthias Bolhöfer: Bei den Auslandsrennen sind wir in der Regel mit 31 Mitarbeitern vor Ort. Wenn man auch noch die hinzuzählt, die aus Köln an der Sendung mitarbeiten, sind insgesamt rund 45 Personen an einer Formel 1-Übertragung beteiligt. Beim Heim-Grand-Prix sind es 20 Mitarbeiter mehr – das ist vergleichsweise bescheiden geworden. Als RTL noch Host Broadcaster und damit verantwortlich für das Weltbild war, kamen dort sogar bis zu 250 Mitarbeiter zum Einsatz.

!R: Wie läuft der Aufbau der Technik vor Ort grundsätzlich ab?

MB: Unsere gesamte Technik ist voll digitalisiert, wir reisen mit drei Flight-Cases, die auf der gesamten Welt kompatibel und schnell aufzubauen sind. Es sind sehr drei kompakte Moduleinheiten, die eine sehr zuverlässige Übertragung gewährleisten. Insgesamt sind wir dadurch auch zeitlich viel flexibler geworden und nicht mehr so stark von der Infrastruktur vor Ort abhängig.

!R: Sie sprachen gerade von der Rolle des Host Broadcasters. Bedauern Sie die Entscheidung, dass die Übertragungen seit einiger Zeit von der FOM produziert werden?
MB: Natürlich gibt es immer mal wieder Situationen, in denen wir nicht ganz glücklich mit der Bildführung sind. Aber im Großen und Ganzen ist die Qualität sehr gut und professionell.

!R: Kommen wir wieder zurück zu den Mitarbeitern. Es gibt eine gewisse Rotation, was die Redakteure im Hintergrund angeht. Wonach richtet sich, wer wann zum Einsatz kommt?

MB: Wir haben einen Redakteurs-Pool und rotieren angesichts des enormen Reiseprogramms immer wieder. Bei der Erstellung von Dienstplänen müssen natürlich auch Urlaubsansprüche etc. berücksichtigt werden. Auch die besonderen Sprachkenntnisse der Kollegen spielen bei der Planung eine Rolle. Wer z.B. gut Italienisch spricht, ist in Monza erst einmal gesetzt.

!R: Gibt es Änderungen im Übertragungskonzept von RTL? Wurden über den Winter neue Elemente entwickelt, die dauerhaft im Programm wiederzufinden sind?
MB: Nein, das Übertragungskonzept ist bewährt und wird allenfalls behutsam weiterentwickelt. Wir haben in diesem Jahr unser Motorsport-Portfolio erweitert und zeigen in der Regel samstags vor dem Qualifying abwechselnd Highlights der World Rally Championship WRC und der GT-Series. Zudem haben wir unser Erscheinungsbild komplett überarbeitet, so dass wir mit neuem Design an den Start gehen werden.

!R: Können Sie bereits Auskünfte über das neue Design geben?
MB: Die Farbgebung orientiert sich an einem frischen, kräftigen Rotton. Logo, Grafiken und Animationen wie z.B. zur Startaufstellung sind in diesem Sinne modernisiert.

!R: In der Vergangenheit hat der zur RTL Gruppe gehörende Nachrichtensender n-tv die freien Trainings am Freitag übertragen. Nun macht dies SPORT1. Wieso wurden die Rechte an einen Konkurrenten verkauft?
MB: SPORT1 hat sein Interesse mit sehr starken wirtschaftlichen Argumenten hinterlegt.

!R: Wieso kamen bei den n-tv Übertragungen jene Personen nicht zum Einsatz, mit denen die Formel 1 klassischer Weise bei RTL in Verbindung gebracht wird. Wäre das nicht naheliegend gewesen?
MB: Manchmal ist weniger mehr. Je exklusiver wir die Protagonisten vor der Kamera einsetzen, desto wertvoller sind sie bei den entscheidenden RTL-Übertragungen am Samstag und Sonntag. Hinzu kommt, dass unserer Experten die Freitags-Sessions auch nutzen wollen, um sich selbst umfassend an der Strecke und im Fahrerlager zu informieren.

 

Lesen Sie morgen im zweiten Teil unseres Interviews mit Matthias Bolhöfer unter anderem, warum Niki Lauda weiterhin als TV-Experte auftritt.

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