F1 Terminkalender

Zur Zeit sind keine Eintrge vorhanden!

Kommentar der Woche

  • Woche 16| Applaus für Sergio Perez von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler. Weiterlesen...

Kommentar: Ehrlichkeit bei Mercedes

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Kommentar: Ehrlichkeit bei Mercedes

von Michael Zeitler

Niki Lauda bei RTL und Mercedes, ein Kommentar von !NS!DE-RAC!NG-Redakteur Michael Zeitler.

| Sepang (!NS!DE-RAC!NG) - Als Niki Lauda zum neuen großen Chef des Mercedes-F1-Teams gemacht wurde, haben sich viele in Hinblick auf seinen Experten-Job bei „RTL“ gefragt: „Kann das gut gehen?“ Lauda ist dafür bekannt, vor den Kameras kein Blatt vor den Mund zu nehmen, er redet Klartext, kritisiert, lobt (zieht sein Kapperl) und erklärt Fragen auf den Punkt gebracht. Dabei freilich bedient er sich auch dem Stilmittel der Übertreibung, wie oft nur haben wir schon gehört: „Das ist das ärgste, was ich in der Formel-1 je gesehen hab.“ Und Lauda hat schon viel gesehen, drei WM-Titel gewonnen, für die drei legendärsten Marken Ferrari, Jaguar und Mercedes in Management-Positionen gearbeitet.

Heute in Malaysia hat jeder gesehen: Lauda bleibt auch als Parteiischer unparteiisch und ehrlich. Die Mercedes-Entscheidung, Nico Rosberg das Duell mit Lewis Hamilton zu verwehren, findet er nicht richtig. Was er fand, waren klare Worte dazu: „Das war sportlich keine gute Entscheidung. Ich hätte es anders gemacht.“ Die Situation zeigt: Lauda nimmt kaum Einfluss an der Rennstrecke, zieht aber hinter den Kulissen die Fäden bei Mercedes. Die Situation zeigt auch: Ross Brawn steht bei Mercedes auf wackligen Stuhl, die Kritik Laudas ging unmittelbar an ihn.

Was mir bei Mercedes sehr gut gefällt, ist die Ehrlichkeit. Auch dafür steht Niki Lauda. Was mir bei Mercedes aber auch sehr gut gefallen hat: Wie Nico Rosberg mit dieser Benachteiligung umgegangen ist. Bei „RTL“ erklärte der Deutsche unverblümt: „Aus der Sicht des Teams war die Entscheidung verständlich. Wir wollten heute ein Zeichen setzen, die Plätze drei und vier nach Hause fahren. Wenn wir ganz vorne dabei sind, dann wird auch zwischen uns gefightet.“ Mercedes wollte also verhindern, dass man das starke Resultat durch eine teaminterne Kollision verhindert. Wie an diesem Wochenende mehrmals passiert, etwa als sich in der Tourenwagen-WM in Monza die beiden Lada-Piloten James Thompson und Aleksei Dudukalo ins Auto gefahren sind, sodass sich der russische Hersteller sogar komplett zurückziehen musste. Oder, als sich die beiden MP-Piloten Adrian Quaife-Hobbs und Daniël de Jong im GP2-Hauptrennen aus dem Lauf boxten.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erklärte: „Es hätte deppert ausgeschaut, wenn wir uns gegenseitig von der Strecke geschubst hätten.“ Nur deshalb hat auch Red Bull die Stallorder pro Webber nach dem Rennende herausgegeben. Was aber der Unterschied zu Mercedes ist: Hamilton hatte arge Probleme, musste Benzin sparen, Rosberg hätte leichtes Spiel gehabt. Rosberg hielt sich an die Stallorder, Vettel nicht. Doch am Ende bin ich auch Laudas Meinung: „Sportlich ist das keine gute Entscheidung.“ Das gilt in Sachen Stallorder fast immer, besonders aber im erst zweiten Saisonrennen!

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Wir haben 53 Gäste online

Next Race:

© 2008 - 2013 !R Redaktionsgemeinschaft / !NS!DE-RAC!NG Online Magazin
Ein Angebot der RTV-WORLD MediaGroup - Fa. Roland Schäfges: Katzenberger Weg 114 - 56727 Mayen - www.rtv-world.de - redaktion@inside-racing.de