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Blog: Malaysia hat die wahren F1-Probleme gezeigt

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Die Formel-1 hat längst Langstrecken-Charakter.

Blog: Malaysia hat die wahren F1-Probleme gezeigt

von Michael Zeitler

 

Die Formel-1 hat längst Langstrecken-Charakter.

| Sepang (!NS!DE-RAC!NG) - Die Diskussionen um die Stallorder bei Red Bull und Mercedes gehen am eigentlichen Kern des Problems vorbei. Dabei hat es doch Daniel Ricciardo in Malaysia perfekt auf den Punkt gebracht: „Wir müssen aufschauen, dass die GP2 nicht schneller wird als die Formel-1.“ Natürlich ist die Technik in der Formel-1 hochgestochener, natürlich die Quali-Runden deutlich flotter – aber im Rennen fehlt den Fahrern gleich mal zehn Sekunden. Und das liegt nicht nur am Benzin, das für ein schwereres, also auch langsameres Auto sorgt. Nein, das liegt vor allem daran, dass die Fahrer nicht super schnell, sondern super behutsam fahren müssen. Reifen schonen, Benzin sparen, Motordrehzahlen zurückschrauben.

Die Formel-1 muss aufpassen, dass nicht sogar der Langstrecken-Klassiker 24 Stunden von Le Mans mehr Sprint-Charakter hat, als die Formel-1! Die Distanz hat sich seit Jahren nicht geändert, aber die Formel-1 ist längst kein Sprintrennen mehr, sondern hat immer mehr Eigenschaften eines Langstreckenrennens. Es ist nicht mehr entscheidend, die letzten Zehntelsekunden aus dem Wagen herauszuquetschen, sondern den Balanceakt aus perfektem Schongang und schnelles Fahren entscheidet über Sieg und Niederlage. Ein F1-Fahrer muss sich das Rennen einteilen, muss zur richtigen Zeit das Tempo drosseln, im anderen Moment wieder ordentlich anziehen.

Lewis Hamilton, der vielleicht schnellste Fahrer im Rennen, hat das meines Erachtens bis heute noch nicht ganz raus. Deshalb hätte ihn Nico Rosberg auf der Strecke schlagen können – und deshalb hat Jenson Button auch so oft das Duell gegen den eigentlich schnelleren Hamilton gewonnen. Hamilton fuhr auch in Malaysia drauflos, am Ende wurde es mit dem Benzin zu knapp. Er musste den Schongang einlegen, Benzin sparen – aber Rosberg durfte nicht mehr überholen. Das ist sportlich unfair – aber die sportliche Katastrophe ist doch eigentlich die Tatsache, dass überhaupt geschont werden muss.

Die Stallregie bei Red Bull und Mercedes in Malaysia hatten anderen Charakter als die etwa von Ferrari in Österreich 2002 oder Deutschland 2010. Damals ging es darum, den in der WM besser platzierten vorbei an den Teamkollegen zu schieben. In Malaysia ging es aber darum, das Material zu schonen um das Rennen auch best möglichst zu beenden. Ist das noch Sinn der Sache? Der Zuschauer will Fahrer sehen, die von Start bis Ziel volle Kanone fahren und alles aus dem Wagen herausholen. Sätze wie jener von Sebastian Vettel „unser Wagen ist schneller als unsere Reifen“ sind alarmierend: Die F1-Fahrer fahren nicht mehr so schnell wie möglich, sondern so sicher wie nötig. Am drastischsten auf den Punkt gebracht: Langsam fahren bringt den Sieg – aber das haben sich die Gründerväter des Motorsports sicherlich anders vorgestellt.

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