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IndyCar: Castroneves wieder mal vorn

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IndyCar: Castroneves wieder mal vorn

  von Michael Zeitler

 

AJ Allmendinger kehrt zurück und Hélio Castroneves führt die Meisterschaft an. Was beide verbindet.

| Alabama (!NS!DE-RAC!NG) - Eigentlich stand Hélio Castroneves im Barber Motorsport Park im US-Bundesstaat Alabama nicht im Mittelpunkt von Penske. Sondern schon eher AJ Allmendinger, der sein großes IndyCar-Comeback gab. Allmendinger zog die Blicke auf sich, schließlich ist er auch US-Amerikaner und die IndyCar ja quasi die amerikanische Formel-1. Doch eine gewisse Gemeinsamkeit gibt es zwischen Castroneves und Allmendinger dann doch: An beiden scheint der erfolgreichste IndyCar-Teamboss aller Zeiten, Roger Penske, einen Narren gefressen zu haben. Denn beide gehören seit Jahren quasi schon zum Penske-Inventar.

An Allmendinger hielt Penske auch die schützende Hand, als dieser in einen Doping-Skandal verstrickt war. Deswegen stand die Zukunft des 31-Jährigen in der Nascar auch in den Sternen, deswegen hat Penske mit Allmendinger den IndyCar-Alternativplan ausgearbeitet, und deswegen gab er in Alabama nun das Comeback, nachdem er sich nach seiner erfolgreichsten Saison 2006 mit Forsythe aus der IndyCar zurückgezogen hatte. Kein Geschäft ist so schnelllebig wie das Renngeschäft und so ist der Doping-Skandal längst vergessen. Allmendinger kann jetzt auch wieder in der Nascar fahren, aber die Idee IndyCar war dann auch zu reizend. Zumindest ein Schmalspur-Programm wird Allmendinger dieses Jahr in der höchsten amerikanischen Formel-Rennserie bestreiten. Alabama war geplant, dazu natürlich der Saisonhöhepunkt beim Indy-500 – und jetzt ist auch noch ein Deal für das Rennen in den Straßen von Long Beach fix.

Auch Castroneves machte Penske schon so manche Sorgen. Vor vier Jahren wurde Castroneves der Steuerhinterziehung verdächtigt. Lange Zeit war es ungewiss, wo Castroneves in Zukunft anzutreffen war: Im Knast, oder auf der Rennstrecke. Die Sache ging für den „Spiderman“ gut aus – auch weil ihm Penske die Treue hielt. Und das obwohl der Castroneves-Ersatz Will Power die IndyCar-Szene aufwirbelte. Das führte letztlich auch dazu, dass Penske drei Fahrzeuge einsetzte: Für Power – und für Castroneves.

Scott Dixon fährt schon seit 2002 für Ganassi in der IndyCar, hat den Deal jetzt sogar um drei weitere Jahre verlängert. Aber der Neuseeländer kommt damit noch nicht an Castroneves ran: Seit 2000 ist er in den Farben von Penske unterwegs! Meistens im weiß-roten Marlboro-Kleid. Nur kurz stand das Engagement zur Debatte: Als Toyota Interesse zeigte, Castroneves 2003 ins F1-Team zu holen. Aber Toyota entschied sich letztlich doch für Cristiano da Matta und gegen dessen brasilianischen Landsmann Castroneves.

Und einen Hélio Castroneves darf man nicht abschreiben: Der 37-Jährige gehört vielleicht nicht mehr zu den Schnellsten, aber einfach zu den erfahrendsten. Letztes Jahr gewann er zwei Rennen, darunter den Auftakt. 2009 gewann er das Indy-500 und nach zwei IndyCar-Rennen führt er jetzt 2013 die Tabelle sogar wieder an! Ein zweiter und ein dritter Platz sprechen für eines, was in der IndyCar am wichtigsten ist: Die Konstanz. Am schnellsten ist seit Jahren Castroneves Teamkollege Will Power, aber Meister wurde der noch nie. Das schaffte zwar auch Castroneves nie (2002 wurde er hinter Panther-Pilot Sam Hornish jr. Vizemeister, 2008 hinter Ganassi-Fahrer Scott Dixon), doch er gewann schon drei Mal das Indy-500! Insgesamt kommt Castroneves auf 26 Siege. Und auch weil Penske auf die starken Chevrolet-Motoren setzt, muss man Castroneves auch dieses Jahr beim Indy-500 auf der Rechnung haben. Vielleicht auch im Kampf gegen AJ Allmendinger.

Sliderfoto: IndyCar Series

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