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WSbR: Vandoorne wirklich in Frijns' Fußstapfen

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WSbR: Vandoorne wirklich in Frijns' Fußstapfen?

 von Michael Zeitler

 

Die Monza-Analyse: Stoffel Vandoorne vorn, aber nicht Favorit.

| Monza (!NS!DE-RAC!NG) - Der Formel-Renault-2.0-Eurocup gilt als eine der besten Rennserien überhaupt. Es ist zwar eigentlich eine Formel-Einsteiger-Klasse, doch wer diese gewinnt, der hat zweifelsohne Talent. 2011 wurde Robin Frijns dort Meister, 2012 stieg er daraufhin mit Fortec in die Formel-World-Series-by-Renault auf – und wurde auf Anhieb Meister. Dass der Niederländer 2013 nur F1-Testfahrer bei Sauber statt Stammfahrer hat, dürfte vorwiegend finanzielle Gründe haben. Frijns’ Nachfolger heißt Stoffel Vandoorne. Sowohl was die Meisterschaft im Eurocup betrifft, als auch jetzt in der WSbR bei Fortec. Und bald auch als WSbR-Meister? Denn der McLaren-Junior hat den Auftakt der WSbR in Monza gewonnen! Von der Pole-Position aus!

Die WSbR-Organisatoren mussten zum ersten Mal seit dem Rennen in Aragon 2009 die belgische Nationalhymne für den Sieger abspielen. Damals gewann Draco-Pilot Bertrand Baguette. Aber dass der Auftakt von einem Rookie gewonnen wird, das ist selten: Natürlich war das 1998 im allerersten Rennen der Meisterschaft der Fall (Antonio Garcia für Campos), dann aber nur noch drei Mal: Die beiden Ex-F1-Piloten Franck Montagny (2001 für Epsilon by Graff) und Ricardo Zonta (2002 für Gabord) schafften das Kunststück – und jetzt elf Jahre nach Zonta Vandoorne! Und wenn wir schon bei der Statistik sind: Es war der zehnte Sieg vom Fortec-Team in der WSbR. Am öftesten gewann Frijns (3 Mal), gefolgt von Sten Pentus, Alexander Rossi (je 2) und Fairuz Fauzy, Stoffel Vandoorne und James Walker (je 1).

Aber kann Stoffel Vandoorne wirklich in die Fußstapfen von Robin Frijns treten und den Titel gewinnen? Vandoorne führt nach dem Wochenende in Monza die Meisterschaft an, aber der schnellste Fahrer war er nicht. Die Pole-Position eroberte er sich – und das ist natürlich beeindruckend – bei nassen Bedingungen. Das ist insofern eine starke Leistung, als dass die Dallara-Zytek-Boliden mit den kleinstmöglichen Flügeleinstellungen auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Monza gefahren sind – wenn es da nass wird, dann sind die Boliden nicht einfach zu beherrschen. Aber Vandoorne hatte auch taktisch Glück: Fahrer wie der Hauptfavorit Antonio Felix da Costa verzettelten sich mit Trockenreifen.

Damit hatte Vandoorne auch das Glück des Tüchtigen. Im Rennen selbst war er schnell weg: Nikolay Martsenko hielt die Verfolger auf, verlor auf Vandoorne in den ersten Runden zehn Sekunden. Als sich dann aber Antonio Felix da Costa bis auf Rang zwei nach vorne gearbeitet hat, konnte der Portugiese den Vorsprung Sekunde um Sekunde abknappern. Zu einem Duell kam es nicht mehr: Der Arden-Caterham-Pilot musste seinen Dallara Zytek wegen eines Reifenschadens abstellen. Damit konnte Vandoorne aufatmen, denn auf ein Duell mit Da Costa hätte er sich nicht einlassen können: Nach einem Verbremser in Runde sechs hatte Vandoorne einen Bremsplatten vorne links. Das Loch im Gummi wurde immer größer, ein paar Runden länger (vor allem in der Hetzjagd mit Da Costa) und der Reifen wäre wohl zerplatzt. Das sind die kleinen Fehler, aus denen Vandoorne lernen muss – aber auch kann. Und wenn es trotz solcher Fehler noch zum Sieg reicht, dann kann er zufrieden sein.

Vandoorne gewann also Rennen eins, aber schnellster Fahrer war hier Da Costa. Und der Red-Bull-Junior ließ auch in Rennen zwei nichts anbrennen: Dieses Mal holte er sich die Pole, dieses Mal gewann er das Rennen. Es war sein fünfter Sieg, damit ist er der erfolgreichste Portugiese in der Meisterschaft, gleichauf mit Tiago Monteiro, der 2004 mit Carlin fünf Rennen gewann, sowie Alvaro Parente, der 2006 drei Rennen für Victory gewann und 2007 deren zwei mit Tech-1 – und dann auch die Meisterschaft, als bisher einziger Portugiese. Da Costa könnte es dem ehemaligen Virgin-F1-Testfahrer dieses Jahr gleich tun. Obwohl er Monza nur als Gesamt-Dritter verlässt, bleibt Da Costa der große Favorit.

Leicht wird es jedoch auch für Da Costa nicht: Kevin Magnussen war im Rennen ebenso schnell wie Da Costa. Der Abstand betrug immer etwa eine Sekunde. Der McLaren-Junior und sein DAMS-Team sind also auch nicht abzuschreiben, zumal Magnussen mit zwei zweiten Plätzen jetzt auch auf Rang zwei in der Tabelle steht – also vor Da Costa. Und auch andere Fahrer haben ein beeindruckendes Tempo gezeigt: Arthur Pic (Bruder von F1-Pilot Charles Pic) zum Beispiel. Oder auch Will Stevens. Der P1-Pilot gehörte in Monza zu den schnellsten Piloten, warf seinen Dallara Zytek aber zwei Mal weg, reiste daher mit null Zählern im Gepäck aus Monza ab.

Sliderfoto: Renault Sport

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