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F1: F1 im Reich der Mitte - Aufstieg, aber kein Interesse

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F1: F1 im Reich der Mitte - Aufstieg, aber kein Interesse

  von Michael Zeitler

 

Eine Einstimmung auf den kommenden F1-Lauf in China.

| Shanghai (!NS!DE-RAC!NG) -  Die Erwartungen waren groß am Aufstieg Chinas. Und die Formel-1 wollte vom neuen Markt profitieren. Also zog man ins Reich der Mitte – mit einem Grand Prix auf einer Rennanlage, die ihrer Zeit 2004 typisch für China alles bis dahin in den Schatten stellte. Die Anlage entstand auf einem Sumpfgebiet! Das sorgt für ein idyllisches Fahrerlager, aber auch dafür, dass Teile der Strecke sich jetzt schon wieder senken. Die Fassade bröckelt also, der Aufstieg Chinas auch. Das Wirtschaftswachstum ist immer noch gigantisch, aber es flacht ab. Die Politik in China muss handeln, sonst wird aus dem Fünkchen des Aufstiegs kein Strohfeuer.

Der China GP ist bislang eine gescheiterte Mission: Noch immer kein chinesisches Rennteam, geschweige denn ein chinesischer F1-Pilot – und auch das Zuschauerinteresse fällt stetig. Anfangs waren die Chinesen begeistert von den superschnellen Flitzern. Mit Michael Schumacher hatten sie ein Idol, der Rekordweltmeister war auch in den Jahren seines Comebacks der Star in China. Auf seinem Käppchen war in den letzten Jahren ein chinesischer Drachen gestickt. Aber jetzt fehlt auch Schumacher – und damit vielleicht noch mehr chinesische Fans.

Die Rennanlage war einmal gigantisch, ist jetzt aber längst von den Arabern in Abu Dhabi wieder entthront. Die Strecke selbst war ohnehin nie wirklich beliebt. Eine tolle Idee war die erste Kurve, eine Schnecken-Kurve. Hat die Formel-1 nicht weit genug gedacht? Wieso eine Schnecken-Kurve, aber kein Layout eines Drachen? Die Formel-1 bleibt die Formel-1 – und eckt damit sowohl bei US-amerikanischen Fans an, aber auch in China. Die Formel-1 müsste stattdessen mit der Zeit gehen – und vor allem mit den Interessen des Landes. Das gilt vor allem bei den Preisen: Nur die wenigsten Chinesen können sich eine F1-Eintrittskarte überhaupt leisten. Inzwischen gibt es sogar schon Gerüchte, die Formel-1 könnte Shanghai den Rücken kehren. Dabei war vor wenigen Jahren noch von einem möglichen zweiten chinesischen Grand Prix die Rede.

Die Idee des China GP gab es Anfang der 90er Jahr. Schon 1999 wurde ein Lauf in Zhuhai in den Kalender aufgenommen, dann aber noch nicht durchgeführt. Schon damals kristallisierten sich die Probleme heraus. China hat durchaus eine Motorsport-Kultur, aber eher in den Straßen von Macau, oder auch in Hong Kong. Von dort her kam in den 70er Jahren auch Teddy Yip, ein Mäzen, der mit dem Theodore-Team einen eigenen Rennstall in die Formel-1 brachte. Die Formel-1 wäre wohl besser nach Hong Kong oder Macau gegangen, wenn gleich natürlich klar ist: Auf dem engen Straßenkurs in Macau hätten die F1-Renner keinen Platz. Schon der F3-GP dort ist wahnsinnig, aber eben das ganz große F3-Highlight. So wie Formel-1 in den Straßen von Monaco.

Teddy Yips Sohn Teddy Yip jr. ist inzwischen auch Teambesitzer: Er leitet das GP3-Team Status, gemeinsam mit unter anderem Ex-F1-Pilot David Kennedy und Ex-Cosworth-Chef Mark Gallagher. Doch allzu rosig sieht es auch bei Status nicht aus: Das in Zusammenarbeit mit dem IndyCar-Team HVM geplante LMP2-Programm für die Sportwagen-WM ist derzeit noch nicht finanziert und steht daher auf wackligen Beinen. Dafür wird es beim 24-Stundenrennen von Le Mans eine Premiere geben: Das erste chinesische Rennteam. KCMG von Paul Ip besteht zum Großteil aus chinesischen Teammitgliedern, war in den vergangenen Jahren schon in der japanischen Formel-Nippon unterwegs und plant langfristig auch ein F1-Engagement. Aber auch KCMG kommt aus Hong Kong.

Aber die Formel-1 ist in die chinesische Metropole Shanghai gezogen. Auf der 5,451 Kilometer langen Strecke finden 2013 der zehnte China GP statt. Das erste F1-Rennen 2004 gewann Ferrari-Pilot Rubens Barrichello. Seither siegten mit Ausnahme von Michael Schumacher 2006 (dem letzten Sieg des Rekord-GP-Siegers) nur noch Fahrer, die heute noch in der Formel-1 aktiv sind, nur einer zwei Mal: Lewis Hamilton, 2008 und 2011. Die anderen Sieger: Fernando Alonso 2005, Kimi Räikkönen 2007, Sebastian Vettel 2009, Jenson Button 2010 und Nico Rosberg 2012.

Wer gewinnt jetzt das Jubiliäums-Rennen? Vieles hängt auch vom Wetter ab. Das ist zur aktuellen Jahreszeit in Shanghai in der Regel sehr wechselhaft. Mit einem Regenrennen muss man immer rechnen. Dann sind auch Überraschungs-Sieger drin.

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