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F1: Der Sieger des Rennens - Sebastian Vettel

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F1: Der Sieger des Rennens - Sebastian Vettel

 von Michael Zeitler

 

Hintergründe zum Sieg von Sebastian Vettel.

| Manama (!NS!DE-RAC!NG) - Fernando Alonso ist ein Multitalent: Er beherrscht die Welt der Zaubertricks, er ist begnadeter Rennfahrer – und er hätte auch das Zeug zum Politiker: Keiner beherrscht die politischen Spielereien im Fahrerlager so gut wie der zweimalige F1-Weltmeister. Er scharrt sein Ferrari-Team hinter sich, er streut Konkurrenten Rosen und verpasst ihnen Seitenhieben um sie zu verunsichern. Gerade gegen Sebastian Vettel hat es Alonso abgesehen: Aussagen wie „wir fahren nicht gegen Sebastian Vettel, sondern gegen Adrian Newey“ sind Giftpfeile par excellance, denn damit spielt er Vettels Talent herunter und schiebt seine Siege auf die Gabe des Red-Bull-Technikchefs Newey.

Vor dem Bahrain GP gab es den nächsten Giftpfeil, wieder durch das Netzwerk „Twitter“: Er postete ein Bild mit Mark Webber beim Abendessen und machte klar: Die beiden sind Freunde. Das Bild sorgte für Aufregung: Unterstützt jetzt Mark Webber gerade nach den Vorkommnissen in Malaysia eher Alonso als seinen Teamkollegen Vettel? Alonso hat den Twitter-Eintrag inzwischen gelöscht, Vettel blieb auf das Foto angesprochen cool, konnte sich die Aufregung gar nicht erklären: „Waren die beiden darauf nackt?“

Vettel kann auch cool bleiben: Er hat auch Freunde: Dr. Helmut Marko, der ihm bei Red Bull den Rücken frei hält, sowie Adrian Newey, der ihm einen schnellen Red Bull Renault als Arbeitsmaterial zur Verfügung stellt. Und der wichtigste Freund: Sein Talent. In Bahrain jedenfalls war Vettel dominant. Marko sagte nach dem Rennen gegenüber „RTL“: „Wir konnten relativ easy zu Ende fahren.“ Schon wieder das „wir“, als ob der ehemalige F1-Pilot mitfährt. Die beiden gehören einfach zusammen, Marko hat Vettel gefördert, jetzt gibt Vettel alles zurück: In Form von Siegen.

Es war sogar schon der 28. Sieg von Sebastian Vettel, der 36. für das Red-Bull-Team (wenn man die Vorgängerteams Stewart und Jaguar hinzurechnet, dann sogar schon der 37.) – und der 154. für einen Renault-Motor. Das lobte auch Vettel auf dem Podest im Interview mit seinem Red-Bull-Vorgänger David Coulthard: „Es hat in der Vergangenheit schon viel Kritik gegeben, Renault hätte den schwächsten Motor. Heute stehen drei Renault-Fahrer auf dem Podest.“ Mit Vettel wie schon im Vorjahr Kimi Räikkönen und Romain Grosjean.

Räikkönen bleibt in der WM bis auf zehn Punkte dran an Vettel. Ist der Ice-Man der härteste Rivale von Vettel? Viele glauben: Nein, denn bald dürfte Pirelli die Reifen etwas verändern, sie haltbarer machen. Für den Bahrain GP hat man schon reagiert, holte die zwei härtesten Mischungen hart und mittel mit in die Wüste (geplant waren weich und hart), und die lagen Red Bull schon mehr. Trotzdem machte Vettel noch einen Stopp mehr als Räikkönen, doch auch dieser Vorteil von Lotus könnte bald dahin sein.

Räikkönen also der Vettel-Herausforderer Nummer eins? Und 2014 dann auch sein neuer Teamkollege? Ein Zyniker und offenbar ein Webber-Sympathisant grinst: „Das wäre doch eine Fetz: Räikkönen wird Weltmeister, kommt nächstes Jahr zu Red Bull und dann hat Vettel die Nummer zwei auf dem Auto kleben.“ Vielleicht würde dann auch Webber (sollte er in die Sportwagen-WM mit Porsche abwandern) weiterhin die F1-Rennen verfolgen – alleine dieser Tatsache wegen.

Mit Fernando Alonso muss aber auch weiterhin gerechnet werden. Heute wurde der Spanier durch das DRS-System ausgeknockt: Der verstellbare Heckflügel hat sich nicht mehr schließen lassen. Als Achter rettete er noch vier wichtige Punkte. Jetzt kommt das Heimrennen von Alonso in Barcelona – hier will er wieder ganz vorne mitmischen. Red Bull braucht sich aber nicht zu verstecken: Vettel hat vor allem auch jetzt nach dem Bahrain GP die Gewissheit: Der vierte Titel in Serie ist absolut im Bereich des Möglichen. In Bahrain jedenfalls holte er seinen zweiten Saisonsieg, vor allem aber den ersten aus eigener Kraft herausgefahrenen. In Malaysia noch betrog er Mark Webber, in Bahrain war die Fahrt aber lupenrein.

Ziemlich „easy“ eben. Eng wurde es nur zu Rennbeginn, als er gegen Fernando Alonso und Nico Rosberg kämpfte. Als er vorne war, konnte er sich erstmal nicht absetzen: „Der kräftige Gegenwind von vorne hat natürlich den hinter mir geholfen“, sagte Vettel am Podest. Aber dann ging es doch recht schnell und Vettel war über alle Berge beziehungsweise Sand-Dünen.

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