"Wussten S!E, dass...?": die Qualifikation zu Frankreich 99 ein Chaos war.

Geschrieben von: Roland Schäfges. Veröffentlicht in "Wussten S!E, dass...?"

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"Wussten S!E, dass...?": Aktuelle Frage wird aufgeschoben...

 

..., da einer der Hauptbeteiligten des möglichen Formel 1 Comebacks derzeit - bis ende der Woche - in China verweilt! Dennoch, wussten Sie, dass die FIA mal 5 Fahrzeuge zugelassen hat, welche sich sportlich gar nicht qualifiziert haben!

| 7. AUSGABE: Wussten S!E, dass, die für heute ursprünglich geplante Ausgabe, wauf nächsten Montag verschoben wird. Mehr möchten wir zu diesem jedoch noch nicht verraten. Als Ersatz veröffentlichen wir jedoch ein anderes interessantes Thema.

Wieso hat die Rennleitung des Großen Preises von Frankreich 1999 5 Jahrzeuge zum Rennen zugelassen, welche sich Sportlich gar nicht Qualifiziert haben?

Ganz einfach: Damon Hill (Jordan Mugen Honda), Pedro de la Rosa, Tora Takagi (beide Arrows) sowie Luca Badoer und Marc Gené (beide Minardi-Ford), aber auch zwischenzeitlich Eddie Irvine (Ferrari), Ralf Schumacher und Alex Zanardi (beide Williams-Supertec) scheiterten an der damaligen 107 % Hürde. Überraschungspole-Mann Rubens Barrichello (Stewart-Ford) fuhr 1:38.441, Tora Takagi war mit 1:48.322 ganze 10 sekunden langsamer.

Was war der Grund? Die legendäre Pokerei beim damaligen 60-minüten Qualifikationstraining mit 12 Runden. Innerhalb von paar Stunden, am Samstagmorgen, war die Temperatur im französischen „Niemandsland“ von 30 auf 18 Grad abgekühlt. Zusätzlich hat es bis zum Mittag leicht geregnet. Somit war an diesem 26. Juni die Strecke um 14 Uhr, war feucht, aber nicht Überschwemmt. Dennoch, nur Rubens Barrichello, die beiden Prost Piloten Jarno Trulli und Jean Alesi sowie dessen Landsmann Jean Alesi trauten sich direkt auf die feuchte Piste. Die restlichen Kollegen warteten, warteten und warteten auf „besser Wetter“ in ihren jeweiligen Garagen. Nur es wollte nicht aufhören zu Regnen. Im Gegenteil. Alle Pokerspieler verloren das Spiel gegen Petrus - welcher immer mehr Regen schickte - und gingen erst nach mehr als 30 Minuten auf die nunmehr unfahrbare Strecke. Unfahrbar, weil nun der Regen wie aus Gieskannen goss. Daher war kein Blumentopf mehr für die Favoriten zu gewinnen. Auch eben nicht für die oben genannten Piloten in den nicht Qualifizierten Fahrzeugen. Das Arrows wie Minardi dabei waren, war auch kein Wunder. Beide Fahrzeuge waren bei Regen sowieso unfahrbarer als bei Sonnenschein. Deshalb wurde es für die Piloten umso schwerer sich ins Feld zu fahren. Aber auch Spitzenpiloten wie Weltmeister Mika Häkkinnen (Platz 14) sowie dessen späterer WM-Gegner Eddie Irvine (Platz 17) hatten ihre Probleme. Irvine sogar solche, das er sich erst kurz vor Ende des Trainings mit einer „alles oder nicht Runde“ ins Feld fahren konnte.

Weil selbst Spitzenfahrer wie Michael Schumacher sagten "Diese Qualifikationstraining hätte man nie starten dürfen", hatte die Rennleitung ein einsehen mit den genannten und machte eine seltene Ausnahme. Um diese Sportlich zu belegen wurden die Zeiten aus den freien Trainings als Maßstab genommen. Somit zeigte sich auch Offiziell: Alle nicht Qualifizierten waren eindeutig Wettbewerbsfähig. Das auf dieses „verrückte“ Training folgende Rennen war noch Verrückter. Auch dort spielte der Regen Roulette. Glücklicher Sieger wurde Heinz-Harald Frentzen. Jedoch ist dies eine andere Geschichte!

Ihr Roland Schäfges


Unsere neue Frage:

8. Ausgabe: Was verbindet Ecclestone, Mosley, Schumacher, Jordan, Haug und Häkkinen? Wissen Sie es? Dann schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Antwort Online: 26. Januar 2008 ab 22:30h bei !NS!DE-RAC!NG

 

 

 

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