"Wussten S!E, dass...?": Was haben Williams, Haug, Ecclestone und Schumacher gemeinsam?

Geschrieben von: Roland Schäfges. Veröffentlicht in "Wussten S!E, dass...?"

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"Wussten S!E, dass...?": Was haben Williams, Haug, Ecclestone und Schumacher gemeinsam?

 

Wussten Sie, dass, viele legendäre Teamchefs auch mal Rennfahrer waren? Mit mehr oder weniger Erfolg!

| 8. AUSGABE: Wussten S!E, dass Frank Williams, Max Mosley, Nobert Haug oder auch ein Eddie Jordan in Ihren jungen Jahren mehr oder weniger akzeptable Rennfahrer waren. Selbst ein gewisser Bernhard Charles Ecclestone, genannt Bernie, starte 1958 mit einem selbst eingesetzten Cooper in der Formel 1. Wobei „starten“ sich in diesem Fall mehr oder weniger auf eine Teilnahme der Trainingsläufe der Großen Preise der Niederlande und von Monaco begrenzte. Jedoch, das sagten auch Kollegen wie Stirling Moss, sei Ecclestone zwar „kein Siegfahrer, jedoch ein äußerst kompetenter, Rennfahrer gewesen“, welcher in den Qualifikationen den Topfahrern keine Probleme gebreitet hätte. Dies hatte auch einen Grund. Der heutige Formel 1 Vermarkter war zu diesem Zeitpunkt bereits seit 1951 Rennfahrer und starte mit einigem Erfolg vor allem bei Rennen in Brand Hatch.

Sein „Freund“ und Rivale um die Macht in der Formel 1, der britische Rechtsanwalt und heutige FIA-Präsident Max Mosley, war ebenfalls ein passabler Rennfahrer. Passable auch darin, den Sport selbst noch in der Formel 2 nicht ganz ernst zu nehmen.
1966 starte der damals 21-jährige Rechtsanwalt seine Rennfahrerkarriere in einem U2 Clubman auf dem ehemaligen Flugfeld von Snetterton. Dabei war sein größter Erfolg, den Wagen überhaupt zu starten. Den, das wusste er damals zu beginn nicht.
Im Jahr 1967 ging der Stern von Mosley mehr oder weniger auf. 10 Rennsiege feierte der charmante Rennamateur aus England. Dies hatte zur folge das er 1968 vom LONDON RACING TEAM, als Teamkollege von Chris Lambert in der Formel 2 eingesetzt wurde. Mit seinem „LRT Repco-Brabham Ford-Cosworth BT23C“ – so die offizelle Bezeichnung – war er jedoch im „Allgemeinen um zwei Sekunden langsamer als die besten“, wie sich Formel-2-Gegner Derek Bell heute erinnert. Dennoch, bei einem Formula Libre Lauf im „Home of britisch Racing“, sprich Silverstone, war er der schnellste und konnte seinen einzigen Sieg 1968 erringen. Ein Jahr später, lernte er über seinen „Schrauber“ Frank Williams Robin Herd kennen und gründete in folge das legendäre MARCH Team.

Auch „Schrauber“ Frank Williams hatte zu diesem Zeitpunkt seine Rennfahrer Karriere bereits beendet. Dabei ging der Welt wahrscheinlich mit Frank Williams ein guter Rennfahrer verloren. Weil die Rennfahrer-Karriere des heutigen Formel-1 Rennstallbesitzers ging auch bis hoch in die Formel 3. Jedoch war es Frank von jeher wichtiger einen guten „Deal“ zu machen, als sich professionell auf ein Rennen vorzubereiten. Neben Rennen in einem Austin Speedweel (1961), starte er auch auf Lotus Sunbeam bei vielen Tourenwagenrennen. Seine Formel 3 Karriere hingegen endete in einer Böschung im Oulten Park 1967. Grund: Er war einfach zu schnell.

Schnell waren auch die beiden ehemaligen Arrows-Rennstallbesitzer Jackie Oliver sowie Tom Walkinshaw. So fuhr Oliver in 10 Jahren (1967 – 1977) 50 Formel 1 Rennen und fuhr auch sonst sehr erfolgreich Automobilrennen. Herausragend dabei. Sein Sieg 1969 mit Jacky Ickx im legendären Ford GT40 in Le Mans. Einen Le Mans Sieg feierte auch Walkinshaw. Als Fahrer, wie als Teamchef von TWR. Damit gelten diese auch heute, viele Jahre, nach Ihrer aktiven Zeit als Rennfahrer wie Formel-1-Rennstallbesitzer zu der Gattung, welche zwar sehr erfolgreich Rennen gefahren sind, jedoch die Karriere als Teamchef der eigentlich Grund bleiben wird, weshalb Sie in die Motorsportgeschichte eingehen werden.

In die Motorsportgeschichte ausschließlich als Sportchef wird hingegen Nobert Haug eingehen. Im heute eher fülligen Mercedes-Benz Sportchef ging, so die Meinung einiger Zeitzeugen aus der DTM Szene, ein richtig guter Tourenwagenpilot verloren. So testete er sogar schon Formel 1 Fahrzeuge in Brand Hatch u.a. für Zakspeed oder auch Renault Turbo um als damaliger Chefredakteur von Auto Motor & Sport genau zu wissen, wovon er schrieb. Im gleichen Jahr, 1986 starte er zusammen mit Joachim Winkelhock, Bruder des tödlich verunglückten Manfred Winkelhock, mit einem von Fahrerkollegen wie Fachleuten belächelten Opel Manta 400 beim 24h Rennen am Nürburgring. Durch die robuste und einfache Konzeption des Kult-Autos konnten Haug, Winkelhock und Co, nach zwischenzeitlicher Führung gar den zweiten Platz erreichen. Diesen Erfolg konnte er unter anderem mit Ellen Lohr 4 Jahre später sogar noch mal bestätigen.

Auch die beiden Technikgurus Harvey Postlethwaite und Patrick Head hatten bescheidene Erfolge im Rennwagen. Der geniale und nunmehr leider verstorbene Tyrell und Ferrari Konstrukteur versuchte es ende der 60er Jahre mit einem Mallock. Head duellierte sich zur gleichen Zeit mit einem Mallock Marke Eigenbau mit seinen späteren Berufskollegen in der Formel 1.

Der einigste der wirklich an einer richtigen Karriere gescheitert ist, ist Eddie Jordan. Der gelernte Bankkaufmann aus Irland begann seine Rennfahrer Karriere im Kart. So wurde er 1972 gar Irischer Kartmeister. Zwei Jahre später folgte der Aufstieg in die damalige Einsteigerklasse Nr. 1, der Formel Ford. Dort konnte er sogar zwei Rennen gewinnen. Jedoch konnte er erst 1977 in die Formel Atlantic wechseln. In der er im ersten Jahr drei Rennsiege und im folge Jahr, gar den Meistertitel erringen konnte. 1979 dann der logische Aufstieg in die britische Formel 3. Zeitgleich folgten Einsätze in der Formel 2 sowie Testfahrten für Mclaren in der Formel 1. Im gleichen Jahr gründete er noch Eddie Jordan Racing und etablierte das Team über Formel 3, Formel 2 in der Formel 1.

Diese Beispiele stehen für viele weitere eigentlich sehr viel bekanntere Beispiele. Leider sind diese Geschichten meistens nur Experten bekannt.

 

Ihr Roland Schäfges


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9. Ausgabe: Versuch Nr. 2 - Welches ehemalige Formel 1 Team plante im Winter 1998 sein Formel 1 Comeback? Wissen Sie es? Dann schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Antwort Online: 02. Februar 2008 ab 22:30h bei !NS!DE-RAC!NG

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