"Wussten S!E, dass...?": Welches Ex-Formel-1 Team plante 1998 sein Comeback

Geschrieben von: Roland Schäfges. Veröffentlicht in "Wussten S!E, dass...?"

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"Wussten S!E, dass...?": Welches Ex-Formel-1 Team plante 1998 sein Comeback

 

Wussten Sie, dass, der Eifeler Zakspeed-Rennstall im Winter 1998 an einem Comeback für 2000 arbeitete.

| 9. AUSGABE: Wussten S!E, dass Zakspeed-Racing im Jahr 1998 tatsächlich an einen Formel-1-Einstieg arbeitete. Und das, für viele sicherlich überraschend, nicht nur, an einer Teamübernahme, nein, sondern an einem kompletten Neustart.
Zakspeed, seit jeher einer der renommiertesten deutschen Motorsportunternehmen, verlagerte seine Aktivitäten nach dem Formel 1 Ende im Jahr 1990 zunächst auf DTM (Mercedes-Benz) beziehungsweiße ITC (Adam Opel), anschließend auf die FIA Grand Turismo Weltmeisterschaft mit der Porsche AG.
Die FIA GT, von der Dominanz der nunmehr legendären AMG Mercedes-Benz CLR-GTR erdrückt, wurde ebenso wie zwei Jahre zuvor die ITC komplett eingestellt. „In dem Jahr (1998; Anm. d. Red.) hatten wir eine gewisse Größe, so dass wir mit Bernie Ecclestone, mit welchem ich übrigens gute Kontakte habe, in Gespräche gekommen bin, da wir wissen wollten, was wir nun machen sollten“, erläutert Peter Zakoswki, Teamchef und Inhaber des Zakspeed-Racing Teams. Ecclestone war der, welcher dem Eifeler-Traditionsrennstall empfohlen hat in die Formel 1 einzusteigen, weil dies der eigentlich nächste Schritt sei. Rückblickend hatte der Formel 1 Zampano, damit sogar Recht. Es gab für 1999 weder eine Sportwagen WM, eine Tourenwagenmeisterschaft mit Internationalen und technischen Hintergrund noch andere Nennwerte alternativen im Formel oder Automobilsport.
Auch war die Sportliche Situation für einen Einstieg besser als die Jahre zuvor oder danach. Nur Peugoet (Prost), Mercedes-Benz (McLaren) und Ford (Stewart, ab 2000 Jaguar) waren mit Werksunterstützen Teams am Start. Zudem kam natürlich noch Scuderia Ferrari, welche von jeher Autos wie Fahrzeuge selbst baute. Alle anderen Teams wie Jordan Grand Prix (Mugen), Red Bull Sauber (Petronas), Benetton, WilliamsF1, Britisch-American-Racing (alle Supertec), Minardi (Cosworth) sowie Arrows-TWR (Hart) fuhren mit Kundenmotoren und kämpften somit technisch wie finanziell mit gleichen Waffen.

Zuviel zur ursprünglichen Ausgangslage. Kurz bevor man das Projekt „eigenes Formel 1 Team“ angehen konnte, kam alles anders, als geplant. Grund: Die Formel 1 hatte beschlossen, nur noch 12 Teams an der Formel 1 Weltmeisterschaft teilnehmen dürften. Somit fiel auf einmal der zugesicherte Slot für das Zakspeed Team weg, den es in einem internen Ranking der FOM und der FIA gegeben hatte.
Dies hatte auch einen Grund darin, das es mit dem Honda F1 Team, einen potenziellen Formel 1 Einsteiger gab, welcher schon fleißig am testen war.

„Da der Platz nun vakant war, kam Herr Ecclestone dann auf die Idee, das Zakspeed ja Arrows übernehmen könnte“, schilderte der Sohn von Erich Zakoswki weiter.
Arrows seit dem Footwork-Deal Anfang der 90er Jahre, ein Team, welches fast jährlich die Besitzer wechselte, war seit 1997 im Besitz von Tom Walkinshaw Racing (TWR).
TWR-Arrows 1997 mit Weltmeister Hill und Yamaha-Werksmotoren groß präsentiert, rutschte bis zum ende des Jahres 1998 in der Startaufstellung ganz nach hinten. Selbst Minardi wirkte oftmals schneller. Was auch damit zu tun hatte, das Arrows 1998 nebst Ferrari selbst Autos wie Motorenbaute.

Das Motorsportunternehmen TWR, noch mit vielen weiteren Projekten (Le Mans, BTCC etc.) im Motorsportaktiv war einer deutschen Teamübernahme nicht abgeneigt. „Die Verhandlungen waren mit Herrn Walkinshaw sehr weit Fortgeschritten“ erklärt Zakoswki den weiteren Verlauf. „Es gab schon einige Notar Termine und wir waren uns eigentlich schon einig. Erst vor der letzten Unterschrift ist der Deal dann geplatzt.“

Ihr Roland Schäfges


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Antwort Online: 10. Februar 2008 ab 22:30h bei !NS!DE-RAC!NG

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