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Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 4. Camoradi Racing

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 4. Camoradi Racing

von Michael Zeitler

Floyd Casner unterhielt 4 Jahre lang ein amerikanisches Team, das auch in der Formel-1 an den Start ging: Camoradi Racing.

| Charlotte (!NS!DE RAC!NG) - 1959 stampfte Floyd Casner ein Rennteam aus dem Boden, um beim 24 Stundenrennen von Le Mans an den Start zu gehen. Das Team schimpfte sich auf den Namen Camoradi, wobei Camoradi sich aus den jeweils ersten beiden Buchstaben von Casner Motor Racing Division zusammensetzte. Casner selbst griff für sein Team oft selbst ans Steuer, gewann 1961 auch das 1000 Kilometerrennen am Nürburgring. Im selben Jahr startete er auch in einem F1-Rennen außerhalb der Meisterschaft. 4 Jahre später, das Camoradi-Team hatte er längst aufgelöst, starb Casner in einem Maserati beim Testen für das 24 Stundenrennen von Le Mans.

Neben den Sportwagen-Rennen ließ Casner ein Ziel nie aus den Augen: Ein eigenes F1-Team. Beim USA GP 1959 sollte sein Traum erfüllt werden: Einen Fahrer hatte er schnell gefunden: Der Brasilianer Fritz d’Orey (deutsche Abstammung) fuhr schon vorher in der Saison 2 WM-Rennen für die Scuderia Centro Sud. Ursprünglich sollte IndyCar-Pilot Jim Rathmann den Boliden fahren, aber die Gespräche versandeten. Schwieriger wurde es schon bei dem Erwerb eines F1-Bolidens. Casner schloss sich mit Valerio Colotti zusammen. Der Italiener arbeitete bereits für Ferrari und Maserati und war ein Spezialist im Bereich Getriebe. Später arbeitete er noch mit sämtlichen F1-Teams zusammen. Colotti gründete 1958 seine eigene Firma, die sich Studio Tecnica Meccanica nannte, oder kurz Tec Mec. Colotti erwarb einen Maserati F250, den er ummodelte. Et violà: Der Tec-Mec-Maserati F415 war geboren. Der Bolide bestritt nur ein einziges Rennen in der Formel-1: 1959 beim USA GP mit d’Orey. Das Rennen war nach einem Ölleck schneller vorbei, als erhofft. Tec Mec baute noch einige Formel-Junior-Renner, an der Formel-1 verbrannte man sich aber nicht noch mal die Finger.

Camoradi Racing beließ es aber nicht bei diesem unglücklichen F1-Versuch: Für 1960 erwarb Casner einen Behra-Porsche-F2-Renner. Bei 2 Rennen, in denen F2-Renner erlaubt waren, meldete Casner sie auch, nämlich beim Argentinien- und Italien GP. Masten Gregory erreichte in Argentinien Rang 12, Fred Gamble in Italien einen 10. Platz. Für Gamble war es das einzige F1-WM-Rennen, Mitte der 60er Jahre tauchte er aber nochmals in der Formel-1 auf – als Renndirektor ebnete er den Weg zum F1-Einstieg der amerikanischen Reifenmarke Goodyear. 1961 weitere Camoradi die F1-Einsätze aus. 2 Modelle kaufte sich Casner dafür und ließ sie im europäischen Camoradi-Werk in Modena herrichten – einen Cooper Climax T53 für Masten Gregory und einen Lotus Climax 18 für Ian Burgess. Bei 5 Rennen tauchte man auf, auch wenn man sich für mehrere Rennen gemeldet hatte. Oftmals überlieferte das Team den Organisatoren kein Nenngeld. Beim Monaco GP verpasste Gregory als einziger Starter für das Team die Qualifikation fürs Rennen, ansonsten kamen die Camoradi-Fahrer jedes Mal ins Ziel. Der 10. Platz von Italien 1960 konnte dabei nicht mehr übertroffen werden, jedoch egalisiert werden: Gregory erreichte beim GP von Belgien denselben Platz. Ab 1962 fuhr man keine F1-Rennen mehr, 1963 löste Casner das Team auf.

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