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Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 8. Scirocco

Geschrieben von: Michael Zeitler.

Serie: Formel-1 - Amerikanische F1-Teams: 8. Scirocco

von Michael Zeitler

Der reiche US-Amerikaner Hugh Powell brachte 1963 ein amerikanisches Team in die Formel-1: Scirocco. Das Team gielt sich nur wenige Rennen.

| Charlotte (!NS!DE RAC!NG) - Die Ursprünge des Scirocco-Teams liegen bereits in der Saison 1956: Damals führte der Brite Paul Emery sein Emeryson-Team in die Formel-1, blieb aber vorerst nicht lange. Doch schon 1962 kehrte Emery zurück mit seinem Team, allerdings mit bescheidenen Erfolgen: Nur 2 Runden absolvierte Settember im Emeryson Climax 1004 und kam dabei über einen 11. Platz beim Großbritannien GP nicht hinaus. Finanziert wurde das Projekt auch vom US-amerikanischen Teilhaber Hugh Powell. Als die Erfolge ausblieben, war Powell alles andere als erfreut. Er übernahm das Team und nannte es in Scirocco um. Damit hatte er die alten Emerysons-Boliden von Paul Emery, einen US-Amerikanischen Fahrer (Tony Settember) und das Geld, um ein amerikanisches Team zu etablieren.

Ray Thomas konstruierte auf Basis des Emerysons den F1-Boliden für Powell, den Scirocco BRM 01. Für die Konstruktion der Aufhängung verpflichtete man extra den portugiesischen Experten John Tojeiro. Für den Belgien GP 1963 wurde der Bolide fertig, Settember wurde trotz eines Ausfalls (Dreher) noch als 8. gewertet. Was da noch nicht abzusehen war: Besser wurde es nicht mehr: Die folgenden 3 Rennen konnte das Team nicht beenden, obwohl man mit Ian Burgess noch einen 2. Fahrer an Bord holte. Beim italienischen Grand Prix konnte man sich – nun wieder nur mit Settember am Start – erst gar nicht qualifizieren! Powell erklärte das Projekt daraufhin für gescheitert und verschwand wieder aus der Formel-1 – nach nicht einmal einer vollständigen Saison.

Ein Scirocco-Bolide überlebte allerdings: Barrie Carter kaufte sich einen Rennwagen und setzte ihn unter Leitung von Tim Parnell, einst selbst GP-Fahrer, für den Belgier André Pilette ein. Pilettes Vater Theodore Pilette steuerte bereits 1913 beim Indy 500 für EC Patterson einen Mercedes-Knight auf Rang 5 – das, und der Scirocco-Renner (nun aber mit einem Climax- statt BRM-Motor) waren aber die einzigen Verbindungen dieses Einsatzes mit Amerika, denn der Bolide wurde von amerikanischen Nationalfarben sogar in belgischen Farben umbemalt. Genannt wurde das Team Equipe Scirocco Belge. Beim Belgien GP 1964 fuhr Pilette sein erstes Saisonrennen mit dem Boliden und schied mit Motorschaden aus. Für den Deutschland GP konnte sich Pilette nicht qualifizieren – es war das letzte Auftauchen eines Scirocco-F1-Renners. Bill Jones kaufte den Rennwagen zwar und wollte ihn 1965 für Phil Robertson einsetzen, aber daraus wurde nichts.

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